Veranstaltungen

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Was sollte ich als Gast beachten und was ist für Betriebe wichtig zu wissen?

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Leitlinien für einen 
sicheren Umgang miteinander.

Mindestens 1 Meter 
Abstand zu fremden 
Personen halten
Auf Händeschütteln 
bei der Begrüßung verzichten.
Mund-Nasen-
Schutz tragen
Hände 
mehrmals täglich 
waschen
Niesen oder husten 
in die Armbeuge oder 
in ein Taschentuch

1. Mindestens 2 Meter 
Abstand zu fremden 
Personen halten.

2. Auf Händeschütteln 
bei der Begrüßung verzichten.

3. Maske bei Menschenansammlungen tragen. 

4. Hände 
mehrmals täglich 
waschen.

5. Niesen oder husten 
in die Armbeuge oder 
in ein Taschentuch.

5 Regeln, die wir alle immer beachten sollten:

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Die aktuelle 4. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung steht hier zur Verfügung:

Aufgrund der hohen Infektionszahlen, gepaart mit der Verschärfung durch neue Virus-Mutationen ist die Abhaltung von und Teilnahme an Veranstaltungen bis auf weiteres nur aus bestimmten Gründen gestattet.

Um die wirtschaftlichen Folgen bestmöglich abzufedern, hat die Bundesregierung ein Hilfspaket für die betroffenen Betriebe geschnürt. Detaillierte Informationen zum Hilfspaket finden sich hier und auf der Seite des BMF.

FAQ

Was sind Veranstaltungen? Betrifft das auch kulturelle Veranstaltungen?

  • Als Veranstaltung gelten insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeitsfeiern, Filmvorführungen, Fahrten mit Reisebussen oder Ausflugsschiffen zu touristischen Zwecken, Ausstellungen, Kongresse, Fach- und Publikumsmessen und Gelegenheitsmärkte.

Dürfen Veranstaltungen derzeit stattfinden?

Grundsätzlich nicht. Es bestehen allerdings Ausnahmen:

  • unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können,
  • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz,
  • Sportveranstaltungen im Spitzensport gemäß § 14,
  • Veranstaltungen zur Religionsausübung,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte gemäß dem Arbeitsverfassungsgesetz, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • Begräbnisse mit höchstens 50 Personen,
  • Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen,
  • Zusammenkünfte zum Zweck der Ausübung von Sport im Freiluftbereich, bei dessen Ausübung es nicht zu Körperkontakt kommt, von nicht mehr als zehn Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, zuzüglich zwei volljähriger Betreuungspersonen (in Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen)
  • Zusammenkünfte von medizinischen und psychosozialen Selbsthilfegruppen
  • Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen nach dem Integrationsgesetz und zu beruflichen Abschlussprüfungen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • Zusammenkünfte von nicht mehr als vier Personen, wobei diese nur aus zwei verschiedenen Haushalten stammen dürfen, zuzüglich deren minderjähriger Kinder oder Minderjähriger, denen gegenüber eine Aufsichtspflicht besteht, insgesamt höchstens jedoch sechs Minderjähriger und
  • Zusammenkünfte im privaten Wohnbereich, mit Ausnahme von Zusammenkünften an Orten, die nicht der Stillung eines unmittelbaren Wohnbedürfnisses dienen, wie insbesondere in Garagen, Gärten, Schuppen oder Scheunen.

Sind Partys und Treffen mit Freunden möglich?

  • Feste, auch private, sind Veranstaltungen und damit derzeit nur mit maximal 4 Erwachsenen (zuzüglich deren maximal 6 minderjähriger Kinder) aus maximal 2 verschiedenen Haushalten gestattet.
  • Durch die Ausgangsregelungen, die seit 08. Februar 2021 gelten, darf der eigene private Wohnbereich zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nur zu bestimmten Zwecken verlassen werden bzw. ist ein Aufenthalt außerhalb dieses zulässig. Der Kontakt mit anderen Personen zählt grundsätzlich zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse, er ist jedoch im Zeitraum zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages auf folgende Person beschränkt:
    • Personen im gemeinsamen Haushalt,
    • Lebenspartner, der nicht im gemeinsamen Haushalt lebt,
    • Einzelne engste Angehörige (Eltern, Kinder, Geschwister),
    • Einzelne wichtige Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich Kontakt gepflegt wird.
  • Treffen mit diesen Kontakten dürfen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nur stattfinden, wenn daran auf der einen Seite Personen aus höchstens einem Haushalt gleichzeitig und auf der anderen Seite nur eine Person beteiligt sind.
  • Durch diese Ausgangsregelungen und der Personenobergrenzen sind Feiern und Treffen nur sehr eingeschränkt möglich.

Mit wie vielen Menschen darf ich Hochzeit feiern? In der Kirche? Im privaten Garten?

  • Hochzeitsfeiern gelten als Veranstaltungen und sind daher nur mit maximal 4 Personen (zuzüglich deren maximal 6 minderjährigen Kinder) aus maximal 2 verschiedenen Haushalten zulässig.
  • Durch die geltenden Ausgangsregelungen sind Veranstaltungen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages im privaten Wohnbereich nicht zulässig.

Gilt das auch wenn man im Freien heiratet und der 2-Meter Abstand eingehalten werden kann?

  • Ja, Hochzeitsfeiern gelten als Veranstaltungen und sind daher nur mit maximal 4 Erwachsenen aus maximal 2 verschiedenen Haushalten, zuzüglich maximal 6 Minderjährigen zulässig.

Was gilt, wenn man auf einem Privatgrundstück heiratet bzw. für feiern auf im privaten Bereich?

  • Durch die geltenden Ausgangsregelungen sind Veranstaltungen im privaten Wohnbereich zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nur eingeschränkt zulässig.

Wie sind Demonstrationen möglich?

  • Demonstrationen sind Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes 1953 und unter den Voraussetzungen dieses Bundesgesetzes zulässig. Das bedeutet, dass die jeweilige zuständige Veranstaltungsbehörde auf Basis der jeweiligen Gegebenheiten eine Versammlung auch untersagen kann, z.B. wenn die Sicherheits- und/oder Gesundheitslage das erforderlich macht.

Begräbnisse 

  • Begräbnisse dürfen mit höchstens 50 Personen stattfinden. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten und eine FFP2-Maske zu tragen.

Dürfen Sportkurse für Kinder stattfinden?

Ja, im Freiluftbereich dürfen Kurse mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen (unter 18 Jahre) zuzüglich 2 volljähriger Betreuungspersonen abgehalten werden, sofern es bei der Sportausübung nicht zu Körperkontakt kommt.

In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen: dort ist die Ausübung von Sport im Freiluftbereich mit bis zu 20 Kindern bzw. Jugendliche (unter 18 Jahre) zuzüglich maximal 3 volljähriger Betreuungspersonen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen zuzüglich maximal 2 volljähriger Betreuungspersonen zulässig.

Dürfen Pfadfindertreffen, Kurse (Malen, Basteln, Gesang, etc.) für Kinder und Jugendliche stattfinden? 

Ja, seit 15.3. dürfen Veranstaltungen im Rahmen der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen (unter 18 Jahre) zuzüglich 2 volljährigen Betreuungspersonen stattfinden.

In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen: dort sind im Freiluftbereich bis zu 20 Kinder bzw. Jugendliche unter 18 Jahre zuzüglich 3 volljährige Betreuungspersonen zulässig.

Der Mindestabstand und das Tragen einer FFP2-Maske kann entfallen, sofern dies im verpflichtenden COVID-19-Präventionskonzept vorgesehen ist.

Betreuer/innen haben alle 7 Tage ein negatives Testergebnis vorzuweisen, andernfalls sie eine FFP2-Maske zu tragen haben. Kinder und Jugendliche haben nur in geschlossenen Räumen ein negatives Testergebnis vorzuweisen. In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen.

Was sind Veranstaltungen? Betrifft das auch kulturelle Veranstaltungen?

  • Als Veranstaltung gelten insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeitsfeiern, Filmvorführungen, Fahrten mit Reisebussen oder Ausflugsschiffen zu touristischen Zwecken, Ausstellungen, Kongresse, Fach- und Publikumsmessen und Gelegenheitsmärkte.

Dürfen Veranstaltungen derzeit stattfinden?

Grundsätzlich nicht. Es bestehen allerdings Ausnahmen:

  • unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können,
  • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz,
  • Sportveranstaltungen im Spitzensport gemäß § 14,
  • Veranstaltungen zur Religionsausübung,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte gemäß dem Arbeitsverfassungsgesetz, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • Begräbnisse mit höchstens 50 Personen,
  • Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen,
  • Zusammenkünfte zum Zweck der Ausübung von Sport im Freiluftbereich, bei dessen Ausübung es nicht zu Körperkontakt kommt, von nicht mehr als zehn Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, zuzüglich zwei volljähriger Betreuungspersonen (in Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen),
  • Zusammenkünfte von medizinischen und psychosozialen Selbsthilfegruppen,
  • Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen nach dem Integrationsgesetz und zu beruflichen Abschlussprüfungen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • Zusammenkünfte von nicht mehr als vier Personen, wobei diese nur aus zwei verschiedenen Haushalten stammen dürfen, zuzüglich deren minderjähriger Kinder oder Minderjähriger, denen gegenüber eine Aufsichtspflicht besteht, insgesamt höchstens jedoch sechs Minderjähriger und
  • Zusammenkünfte im privaten Wohnbereich, mit Ausnahme von Zusammenkünften an Orten, die nicht der Stillung eines unmittelbaren Wohnbedürfnisses dienen, wie insbesondere in Garagen, Gärten, Schuppen oder Scheunen.

Sind Partys und Treffen mit Freunden möglich?

  • Feste, auch private, sind Veranstaltungen und damit derzeit nur mit maximal 4 Erwachsenen (zuzüglich deren maximal 6 minderjähriger Kinder) aus maximal 2 verschiedenen Haushalten gestattet.
  • Durch die Ausgangsregelungen, die seit 08. Februar 2021 gelten, darf der eigene private Wohnbereich zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nur zu bestimmten Zwecken verlassen werden bzw. ist ein Aufenthalt außerhalb dieses zulässig. Der Kontakt mit anderen Personen zählt grundsätzlich zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse, er ist jedoch im Zeitraum zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages auf folgende Person beschränkt:
    • Personen im gemeinsamen Haushalt
    • Lebenspartner, der nicht im gemeinsamen Haushalt lebt,
    • Einzelne engste Angehörige (Eltern, Kinder, Geschwister),
    • Einzelne wichtige Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich Kontakt gepflegt wird.
  • Treffen mit diesen Kontakten dürfen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nur stattfinden, wenn daran auf der einen Seite Personen aus höchstens einem Haushalt gleichzeitig und auf der anderen Seite nur eine Person beteiligt sind.

  • Durch diese Ausgangsregelungen und der Personenobergrenzen sind Feiern und Treffen nur sehr eingeschränkt möglich.

Mit wie vielen Menschen darf ich Hochzeit feiern? In der Kirche? Im privaten Garten?

  • Hochzeitsfeiern gelten als Veranstaltungen und sind daher nur mit maximal 4 Personen (zuzüglich deren maximal 6 minderjährigen Kinder) aus maximal 2 verschiedenen Haushalten zulässig.
  • Durch die geltenden Ausgangsregelungen sind Veranstaltungen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages im privaten Wohnbereich nicht zulässig.

Gilt das auch wenn man im Freien heiratet und der 2-Meter Abstand eingehalten werden kann?

  • Ja, Hochzeitsfeiern gelten als Veranstaltungen und sind daher nur mit maximal 4 Erwachsenen aus maximal 2 verschiedenen Haushalten, zuzüglich maximal 6 Minderjährigen zulässig. 

Was gilt, wenn man auf einem Privatgrundstück heiratet bzw. für Feiern auf im privaten Bereich?

  • Durch die geltenden Ausgangsregelungen sind Veranstaltungen im privaten Wohnbereich zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetages nur eingeschränkt zulässig.

Wie sind Demonstrationen möglich?

  • Demonstrationen sind Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes 1953 und unter den Voraussetzungen dieses Bundesgesetzes zulässig. Das bedeutet, dass die jeweilige zuständige Veranstaltungsbehörde auf Basis der jeweiligen Gegebenheiten eine Versammlung auch untersagen kann, z.B. wenn die Sicherheits- und/oder Gesundheitslage das erforderlich macht.

Begräbnisse 

  • Begräbnisse dürfen mit höchstens 50 Personen stattfinden. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten und eine FFP2-Maske zu tragen.

Dürfen Sportkurse für Kinder stattfinden?

Ja, im Freiluftbereich dürfen Kurse mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen (unter 18 Jahre) zuzüglich 2 volljähriger Betreuungspersonen abgehalten werden, sofern es bei der Sportausübung nicht zu Körperkontakt kommt.

In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen: dort ist die Ausübung von Sport im Freiluftbereich mit bis zu 20 Kindern bzw. Jugendliche (unter 18 Jahre) zuzüglich maximal 3 volljähriger Betreuungspersonen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen zuzüglich maximal 2 volljähriger Betreuungspersonen zulässig.

Dürfen Pfadfindertreffen, Kurse (Malen, Basteln, Gesang, etc.) für Kinder und Jugendliche stattfinden? 

Ja, seit 15.3. dürfen Veranstaltungen im Rahmen der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen (unter 18 Jahre) zuzüglich 2 volljährigen Betreuungspersonen stattfinden.

In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen: dort sind im Freiluftbereich bis zu 20 Kinder bzw. Jugendliche unter 18 Jahre zuzüglich 3 volljährige Betreuungspersonen zulässig.

Der Mindestabstand und das Tragen einer FFP2-Maske kann entfallen, sofern dies im verpflichtenden COVID-19-Präventionskonzept vorgesehen ist.

Betreuer/innen haben alle 7 Tage ein negatives Testergebnis vorzuweisen, andernfalls sie eine FFP2-Maske zu tragen haben. Kinder und Jugendliche haben nur in geschlossenen Räumen ein negatives Testergebnis vorzuweisen. In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen.

Schutzschirm für Veranstalterbranche

  • Durch einen Zuschuss für den finanziellen Nachteil, der aus einer COVID-19 bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert, sollen die Veranstalter unterstützt werden.
  • Veranstaltern wird ein Zuschuss auf Grundlage einer detaillierten Veranstaltungsplanung für jenen finanziellen Nachteil gewährt, der sich aus einer COVID-19-bedingten Absage oder Einschränkung der Veranstaltung ergibt.
  • Auszahlungshöhe der Förderung ergibt sich aus der Differenz zwischen den nicht stornierbaren Kosten und erzielten Einnahmen, Versicherungsleistungen und anderen Förderungen.
  • Förderbare Kosten sind nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette (z.B. Lieferanten, Technik, Catering, Künstler, Bar, Service, Florist, Veranstaltungsort, Rückabwicklungskosten, Werbekostenzuschüsse), sowie Personalkosten, die unmittelbar mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen.
  • Das erste förderbare Veranstaltungsdatum ist der 1. März 2021.
  • Anträge können bis 15. Juni 2021 gestellt werden. Der Beantragungszeitraum wird bis Dezember 2021 verlängert.
  • Umfasst sind geplante Veranstaltungen bis Jahresende 2022.
  • Ursprünglich war dieser Schutzschirm auf 1 Mio. Euro pro Veranstalter begrenzt. Eine erste Erhöhung auf 2 Mio. Euro pro Veranstalter wurde kürzlich umgesetzt und ist bereits beantragbar. Ein Umstieg von bestehenden Anträgen auf die höhere Fördersumme ist möglich.
  • In einem weiteren Schritt wird der Veranstalter-Schutzschirm II als Haftungsmodell mit einer maximalen Haftungsübernahme von 10 Mio. Euro pro Veranstalter ausgeweitet. Dafür wurde am 22. April 2021 mit einem Initiativantrag im Parlament die gesetzliche Grundlage in die Wege geleitet.
  • Anträge bei der ÖHT für den Schutzschirm II mit der höheren Haftungssumme sind voraussichtlich ab dem Sommer möglich.

FAQ

Veranstaltungen gemäß § 13 der 4. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung

Die Teilnahme an Veranstaltungen ist bis voraussichtlich 2. Mai untersagt.

Zulässig sind derzeit nur folgende Veranstaltungen:

  • unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können,
  • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz,
  • Sportveranstaltungen im Spitzensport gemäß § 14,
  • Veranstaltungen zur Religionsausübung,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • unaufschiebbare Zusammenkünfte gemäß dem Arbeitsverfassungsgesetz, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • Begräbnisse mit höchstens 50 Personen,
  • Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen,
  • Zusammenkünfte zum Zweck der Ausübung von Sport im Freiluftbereich, bei dessen Ausübung es nicht zu Körperkontakt kommt, von nicht mehr als zehn Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, zuzüglich zwei volljähriger Betreuungspersonen (in Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen),
  • Zusammenkünfte von medizinischen und psychosozialen Selbsthilfegruppen,
  • Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen nach dem Integrationsgesetz und zu beruflichen Abschlussprüfungen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,
  • Zusammenkünfte von nicht mehr als vier Personen, wobei diese nur aus zwei verschiedenen Haushalten stammen dürfen, zuzüglich deren minderjähriger Kinder oder Minderjähriger, denen gegenüber eine Aufsichtspflicht besteht, insgesamt höchstens jedoch sechs Minderjähriger und
    Zusammenkünfte im privaten Wohnbereich, mit Ausnahme von Zusammenkünften an Orten, die nicht der Stillung eines unmittelbaren Wohnbedürfnisses dienen, wie insbesondere in Garagen, Gärten, Schuppen oder Scheunen.

In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen: dort sind Veranstaltungen mit ausschließlich zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen unter bestimmten Voraussetzungen (Personenobergrenze, FFP2-Maske, 1-Meter-Mindestabstand, Testpflicht, COVID-19-Präventionskonzept, Kontaktdatenerhebung etc.) zulässig.

Sonderregelungen für außerschulische Jugenderziehung und –arbeit 

Seit 15.3. dürfen Veranstaltungen im Rahmen der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit mit bis zu 10 Kindern bzw. Jugendlichen (unter 18 Jahre) zuzüglich maximal 2 volljähriger Betreuungspersonen stattfinden. In Vorarlberg gelten Sonderbestimmungen: dort dürfen im Freiluftbereich bis zu 20 Kinder bzw. Jugendliche zuzüglich maximal 3 volljähriger Betreuungspersonen zusammenkommen.

Der Mindestabstand und das Tragen einer FFP2-Maske kann entfallen, sofern dies im verpflichtenden COVID-19-Präventionskonzept vorgesehen ist.

  • Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:
  • Schulung der Betreuungsperson
  • Spezifische Hygienevorgaben
  • Organisatorische Maßnahmen im Hinblick auf das Tragen einer FFP2-Maske, eines Mund-Nasenschutzes oder der Einhaltung des Mindestabstandes.
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion.

Betreuungspersonen haben dem Veranstalter alle 7 Tage einen negativen PCR- oder Antigentest auf SARS-CoV-2 vorzuweisen, andernfalls sie eine FFP-2 Maske bei Kontakt mit den Kindern bzw. Jugendlichen tragen müssen. Kinder und Jugendliche haben nur in geschlossenen Räumen einen negativen PCR- (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigentest (nicht älter als 48 Stunden) vorzuweisen. In Vorarlberg gelten hier Sonderbestimmungen.

FAQ Schutzschirm für Veranstaltungen

1. Zielsetzung

Was ist Ziel der Förderung?

  • Das Ziel der Förderung besteht in der Ermöglichung der Planung und Durchführung von Veranstaltungen ab 01. März 2021 trotz der COVID-19-Krise

2. Gegenstand der Förderung

Was wird gefördert?

  • Die Förderung besteht im Ausgleich des finanziellen Nachteils, der aus einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert, im Ausmaß von maximal 90% der förderbaren Gesamtkosten der Veranstaltung.

Was ist von der Förderung nicht umfasst?

  • Ausgeschlossen sind finanzielle Nachteile, die bereits vor der Einreichung des Förderungsansuchens entstanden sind; d.h. insbesondere, dass Veranstaltungen, die vor der Einreichung des Förderungsansuchens abgesagt wurden, nicht förderungsfähig sind.

3. Persönliche Voraussetzungen

Wer kann um eine Förderung ansuchen?

  • Die Förderung kann von Veranstalterinnen und Veranstaltern unabhängig von ihrer Rechtsform, ihrem Sitz und ihrer Größe angesucht werden. Veranstalterinnen und Veranstalter sind diejenigen, die das wirtschaftliche Risiko tragen. 
  • Alternativ können Veranstaltungsagenturen sowie Eventplanerinnen und Eventplaner unter bestimmten Voraussetzungen als Veranstalterinnen und Veranstalter um die Förderung ansuchen.

Können auch Veranstalterinnen und Veranstalter mit Sitz im Ausland um eine Förderung ansuchen?

Ja, Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Veranstaltung in Österreich stattfindet.

Wer kann nicht um eine Förderung ansuchen?

  • Bund, Länder und Gemeinden 
  • Unternehmen, die gemäß dem „Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen“ (ESVG 2010) von der Statistik Austria als „Staatliche Einheit“ mit der Kennung S.13 geführt werden. Ausgenommen sind jene Unternehmen bzw. Unternehmensteile, die im Wettbewerb mit anderen am Markt tätigen Unternehmen stehen.
  • Unternehmen, die den Bereichen Fischerei und Aquakultur, Urproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Kohleindustrie, Schiffbau, Stahlindustrie, Kunstfaserindustrie zuzurechnen sind.

Können auch Start-Ups um eine Förderung ansuchen?

  • Ja, sofern die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen vorliegen.

Gilt die Förderung auch für Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer, freischaffende Künstlerinnen und Künstler und Vereine?

  • Ja, sofern die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen vorliegen.

4. Sachliche Voraussetzungen

Muss der Veranstaltungsort in Österreich liegen?

  • Ja, der Veranstaltungsort muss – unabhängig vom Sitz der Veranstalterin bzw. des Veranstalters – in Österreich liegen. 

Was ist unter dem Begriff „Veranstaltung“ im Sinne dieser Richtlinie zu verstehen?

  • Als Veranstaltung im Sinne dieser Richtlinie gelten geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dazu zählen Business-to-Business- und Business-to-Consumer-Veranstaltungen, Kongresse, Messen, Gelegenheitsmärkte, sowie kulturelle Veranstaltungen und Sportveranstaltungen.
  • Eine Veranstaltung im Tourneebetrieb sowie regelmäßig am selben Veranstaltungsort stattfindende gleichartige Veranstaltungen (Veranstaltungszyklus, Theatersaison, Programmzyklus etc.) sind als eine einzige Veranstaltung zu behandeln. Sofern eine solche Veranstaltung bereits begonnen hat, ist eine Förderung nur möglich, soweit der finanzielle Nachteil noch nicht eingetreten ist. 

 Was ist eine Veranstaltung im Tourneebetrieb?

  • Veranstaltungen im Tourneebetrieb sind alle Darbietungen und Unternehmungen, die unter Verwendung eines gleichartigen Veranstaltungsprogramms und gleichartiger Veranstaltungseinrichtungen darauf ausgerichtet sind, abwechselnd an verschiedenen Orten durchgeführt zu werden.

Welche Veranstaltungen sind nicht förderbar?

  • Sportveranstaltungen im Mannschaftssport, die im nationalen oder internationalen Ligen- und Meisterschaftsbetrieb stattfinden
  • Politische Veranstaltungen
  • Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen
  • Private Veranstaltungen, die ohne Veranstaltungsagenturen oder Eventplaner durchgeführt werden.
  • Veranstaltungen, für die bereits Förderungsansuchen eingebracht worden sind
  • Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen
  • Veranstaltungen, für deren Durchführungsdatum bereits im Zeitpunkt des Ansuchens feststeht, dass aufgrund von behördlichen Beschränkungen keine Teilnahme von Besucherinnen und Besuchern erlaubt sein wird

Kann die Förderung auch für bereits vor Inkrafttreten dieser Richtlinie vollständig durchgeplante Veranstaltungen angesucht werden?

  •  Ja, eine Förderung ist möglich, wenn die Veranstaltung anhand der Vorgaben dieser Richtlinie nochmals kalkuliert wird sowie die sonstigen Voraussetzungen dieser Richtlinie vorliegen. 

Kann eine Veranstaltung an mehreren Veranstaltungsorten abgehalten werden?

  • Ja, eine Aufteilung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf mehrere Veranstaltungsorte ist möglich, diese müssen aber räumlich unabhängig voneinander sein; die bloße Einteilung eines Ortes in Sektoren ist nicht ausreichend.

Müssen Teilnehmerobergrenzen bei der Planung der Veranstaltung berücksichtigt werden?

  • Ja, die in der Richtlinie festgelegten Teilnehmerobergrenzen dürfen bei der Planung der Veranstaltung nicht überschritten werden und bilden auch die Grundlage für das Durchführungs- und Finanzierungskonzept. 
  • Für Fach- und Publikumsmessen sowie für Gelegenheitsmärkte besteht eine abweichende Regelung abhängig von der Rechtslage zum Zeitpunkt des Einreichens des Förderungsansuchens. 

Welche Teilnehmerobergrenze gilt bei mehrtägigen Veranstaltungen, bei denen aufgrund der gewählten Veranstaltungstermine unterschiedliche Teilnehmerobergrenzen zur Anwendung gelangen würden?

  • Es gelten die jeweils höheren Teilnehmerobergrenzen für die gesamte Veranstaltung.

Müssen bei der Veranstaltung Einnahmen erzielt werden?

  • Nein, jedoch gelten in diesem Fall spezielle Förderungsvoraussetzungen.
  • Geschenke und Spenden gelten nicht als Einnahmen.

Muss die Veranstaltung für die Auszahlung der Förderung abgesagt werden oder ist es ausreichend, wenn sie nur eingeschränkt stattfindet?

  • Veranstaltungen, bei denen Einnahmen lukriert werden, werden auch im Falle einer eingeschränkten Durchführung gefördert. Veranstaltungen, bei denen keine Einnahmen lukriert werden, können nur im Falle der Absage gefördert werden.

In welchen Fällen wird eine Förderung ausgezahlt?

  • Die Absage oder eingeschränkte Durchführung muss objektiv mit COVID-19 im Zusammenhang stehen.
  • COVID-19-bedingte Beschränkung der An- und Abreise oder des Aufenthalts einer erheblichen Anzahl der Akteurinnen und Akteure, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Sprecherinnen und Sprecher oder einzelner vorab definierter, für die Durchführung der Veranstaltung objektiv unerlässliche Personen
    • Erkrankung mit COVID-19 oder verpflichtende Absonderung bzw. Quarantäne oder Betroffenheit von (nächtlichen) Ausgangsbeschränkungen einer erheblichen Anzahl der Akteurinnen und Akteure, Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder Sprecherinnen und Sprecher
    • Gesetzliche oder behördliche Maßnahmen, die die erlaubte Teilnehmeranzahl im Vergleich zu der im Förderungsangebot festgelegten Teilnehmeranzahl erheblich einschränken. 
  • „Erheblich“ bedeutet eine Reduktion um mehr als 30%, wobei Akteurinnen und Akteure, Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Sprecherinnen und Sprecher jeweils einzeln zu betrachten sind; die Förderbarkeit tritt ein, sobald einer der genannten Personenkreise die Reduktion erfährt. Unter erheblicher Einschränkung der Teilnehmerobergrenze ist eine Reduktion von 30% zu verstehen. 

Wann wird keine Förderung ausgezahlt?

  • Bei wirtschaftlichen Fehlplanungen oder subjektiven Gründen kann keine Förderung ausbezahlt werden. 

Kann ich für mehrere Veranstaltungen um Förderung ansuchen?

  • Ja, sofern die Veranstalterin bzw. der Veranstalter den EU-beihilfenrechtlichen Rahmen noch nicht ausgeschöpft haben. 

5. Förderbare und nicht förderbare Kosten

Welche Kosten sind förderbar?

  • Alle Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette, die mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen, z.B. Lieferantinnen und Lieferanten, Dienstleisterinnen und Dienstleister der Veranstaltungstechnik, Ordner- und Kontrolldienste, Übersetzungs- und Dolmetschleistungen, Zeltverleih, Technik, Hotels, Catering, Künstlerinnen und Künstler, Bar, Service, Floristinnen und Floristen, Veranstaltungsort, Ticketing- und Rückabwicklungskosten, Marketingkosten, Agenturen. Dazu zählen auch Abschlagszahlungen, die bereits zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsabschlusses vereinbart waren und die in einem angemessenen Verhältnis zum frustrierten Aufwand des Dritten stehen.
  • Eigene Personalkosten der Veranstalterin bzw. des Veranstalters, die ausschließlich der Vorbereitung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung gedient haben

Welche Kosten sind nicht förderbar?

  • Umsatzsteuer bei vorliegender Vorsteuerabzugsberechtigung
  • Investitionskosten, soweit es sich nicht um geringwertige Wirtschaftsgüter handelt
  • Personalkosten für den laufenden Betrieb
  • Sachkosten für den laufenden Betrieb
  • Kosten aus Kleinbetragsrechnungen unter EUR 100,00 (netto)

6. Art und Höhe der Förderung

Wie ist die Förderung ausgestaltet?

  • Die Förderung ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss auf Grundlage einer privatrechtlichen Vereinbarung. Sie wird nur im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung ausbezahlt.

Wie erfolgt die Förderungsvergabe?

  • Die Förderungsvergabe erfolgt chronologisch entsprechend der Reihenfolge des Eintreffens der vollständigen und beurteilungsfähigen Förderungsansuchen bei der Abwicklungsstelle ÖHT bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die zur Verfügung stehenden Mittel vergeben sind, das sind derzeit EUR 300 Mio.

Wie hoch ist die Förderungszusage?

  • Die Förderung wird auf Basis der „De-minimis“-Verordnung (Obergrenze EUR 200.000,00) und auf Abschnitt 3.1 des Befristeten Rahmens (Obergrenze EUR 800.000,00) gewährt. Die Höhe der Förderungszusage hängt von den bereits ausbezahlten oder verbindlich zugesagten „De-minimis“-Förderungen und COVID-19-Hilfsmaßnahmen ab, die unter den beiden oben genannten Rechtsgrundlagen gewährt wurden.
  • Innerhalb der genannten Obergrenzen (maximal EUR 1 Mio.) beträgt die Förderungszusage 90% der förderbaren Kosten.
  • Nun wurde eine erste Erhöhung auf EUR 2 Mio. pro Veranstalter umgesetzt. Diese ist bereits beantragbar, ein Umstieg von bestehenden Anträgen auf die höhere Fördersumme ist nachträglich möglich.

Wie hoch ist die ausbezahlte Förderung?

  • Die Förderung wird ausschließlich im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung ausbezahlt. Wird die Veranstaltung wie geplant durchgeführt, wird keine Förderung ausbezahlt.
  • Die Höhe der ausbezahlten Förderung ist einerseits mit der Höhe der Förderungszusage und andererseits mit der Höhe des tatsächlich erlittenen finanziellen Nachteils begrenzt.
  • Im Falle der Absage der Veranstaltung berechnet sich der auszugleichende finanzielle Nachteil aus der Differenz zwischen den nicht (mehr) stornierbaren förderbaren Kosten und allfälligen angemessenen Abschlagszahlungen einerseits und den trotz Absage erzielten Einnahmen, allfälligen Versicherungsleistungen und anderen Förderungen andererseits.
  • Im Falle einer wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung berechnet sich der auszugleichende finanzielle Nachteil aus der Differenz zwischen den nicht (mehr) stornierbaren förderbaren Kosten und allfälligen angemessenen Abschlagszahlungen einerseits und den trotz Absage erzielten Einnahmen, allfälligen Versicherungsleistungen und anderen Förderungen andererseits.

In welchen Fällen und wann kann ich um die Auszahlung ansuchen?

  • Um eine Auszahlung kann grundsätzlich nur im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung angesucht werden. Bei Veranstaltungen ohne Einnahmen wird die Förderung nur bei einer Absage ausbezahlt.
  • Die Auszahlung ist binnen 8 Wochen nach dem (geplanten) Veranstaltungsdatum bei der ÖHT anzusuchen.
  • Wichtig: Die Auszahlung erfolgt auf Basis bezahlter Rechnungen und von der Steuerberaterin bzw. vom Steuerberater, von der Wirtschaftsprüferin bzw. vom Wirtschaftsprüfer oder von der Bilanzbuchhalterin bzw. vom Bilanzbuchhalter bestätigter eigener Personalkosten.
  • Bei wirtschaftlichen Fehlplanungen, subjektiven Gründen für eine Absage bzw. eingeschränkte Durchführung der Veranstaltung oder im Falle einer zumutbaren Verschiebung der Veranstaltung kommt es zu keiner Auszahlung.

7. Einschränkungen der Förderung aufgrund des EU-Beihilfenrechts 

Auf welchen Rechtsgrundlagen im EU-Beihilfenrecht basiert die Förderung?

  • Die Förderung wird auf Basis der „De-minimis“-Verordnung (Obergrenze EUR 200.000,00) und auf Abschnitt 3.1 des Befristeten Rahmens (Obergrenze EUR 800.000,00) gewährt.
  • Der EU-Beihilfenrahmen wurde nun EUR 1 Mio. auf EUR 2 Mio. pro Veranstalter angehoben.

Wann wird die Förderung auf Grundlage des Befristeten Rahmens und wann aufgrund der „De-minimis“-Verordnung vergeben?

  • Zuerst wird der „De-minimis“-Rahmen belastet und anschließend wird der Befristete Rahmen herangezogen

Welche bisher erhaltenen Förderungen verringern aufgrund der Vorgaben der Europäischen Kommission die Höhe der maximalen Förderungszusage?

  • Alle Förderungen, die Sie bereits auf Basis der „De-minimis“-Verordnung oder des Abschnitts 3.1 des Befristeten Rahmens erhalten haben, sind gegenzurechnen. Auf Abschnitt 3.1 des Befristeten Rahmens basieren folgende Hilfsmaßnahmen: 100%ige Haftungsübernahme für Überbrückungsfinanzierung, Umsatzersatz, Fixkostenzuschuss EUR 800.000,00.

8. Förderungsansuchen

Wie kann die Förderung angesucht werden?

  • Die Einreichung von Förderungsansuchen hat über das ÖHT-Kundenportal auf der Website www.oeht.at zu erfolgen.

Wer kann das Ansuchen einbringen?

  • Die Einreichung kann durch die Förderwerberin bzw. den Förderwerber selbst oder durch eine von ihr bzw. ihm dazu bevollmächtigte Person erfolgen.

Wann kann die ÖHT mit der Bearbeitung beginnen?

  • Die Bearbeitung kann erst beginnen, wenn alle erforderlichen Unterlagen im Kundenportal hochgeladen sind.

Wie kann überprüft werden, ob das Ansuchen erfolgreich eingebracht wurde?

  • Sobald Sie das Ansuchen im ÖHT-Portal absenden, erhalten Sie eine Rückmeldung per E-Mail. Im Falle einer Zurückweisung aufgrund von fehlenden Informationen oder Unterlagen bekommen Sie ebenfalls ein E-Mail mit der Bitte um Vervollständigung. Sie erhalten ebenfalls Rückmeldung, sobald das Ansuchen seitens der ÖHT zur Bearbeitung angenommen worden ist.

Kann ein Ansuchen auch nach bereits erfolgter Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung eingebracht werden?

  • Nein, Ansuchen müssen eingebracht werden bevor feststeht, dass die Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann. Ist für das geplante Veranstaltungsdatum vor Einreichung bekannt, dass behördliche Beschränkungen die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeinflussen werden, ist dieser Umstand entsprechend bei der Einreichung zu berücksichtigen. Ansuchen müssen jedenfalls vor dem geplanten Durchführungsdatum eingebracht werden. Für die Förderung können grundsätzlich nur jene Kosten berücksichtigt werden, die nach der Einbringung des Ansuchens angefallen sind. Davon ausgenommen sind Anzahlungen für die langfristige Vorausbuchung von Veranstaltungsstätten. 

Für mein geplantes Veranstaltungsdatum ist bereits bekannt, dass eine Teilnahme von Besucherinnen und Besuchern aufgrund behördlicher Beschränkungen nicht möglich sein wird. Kann ich trotzdem um eine Förderung ansuchen?

  • Nein, Ansuchen müssen eingebracht werden bevor feststeht, dass die Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann. 

9. Prüfung und Entscheidung

Wie verläuft der Prozess von Einreichung bis Förderungszusage?

  • Ab vollständigem Hochladen des digitalen Ansuchens wird dieses von der ÖHT überprüft. Im Falle einer Bewilligung wird ein Förderungsangebot ausgestellt. Dieses ist innerhalb von vier Wochen, jedenfalls aber vor Veranstaltungsbeginn, rechtsgültig unterfertigt an die ÖHT zu retournieren, ansonsten gilt das Angebot als widerrufen. Im Falle einer Ablehnung erhalten Sie ebenfalls ein Schreiben mit einer Begründung.

10. Fristen

Ab wann kann die Förderung angesucht werden?

  • Ansuchen können ab 18. Jänner 2021 eingereicht werden.

Bis wann kann eine Förderung angesucht werden?

  • Ansuchen können bis Dezember 2021 eingereicht werden. 

In welchem Zeitraum muss die Veranstaltung abgehalten werden?

  • Die Veranstaltungen sind zwischen 1. März 2021 und 31. Dezember 2022 durchzuführen.

11. Sonstiges 

Was ist ein finanzieller Nachteil im Sinne dieser Richtlinie?

  • Der finanzielle Nachteil ist der Abgang (negativer Saldo aus Ausgaben abzüglich Einnahmen) der Veranstalterin bzw. des Veranstalters, der sich aus der Absage oder wesentlichen Einschränkung der Durchführung der Veranstaltung ergibt.

In welchem Umfang besteht die Schadensminderungspflicht auf Seite der Förderungsnehmerin bzw. des Förderungsnehmers?

  • Die Förderungsnehmerin bzw. der Förderungsnehmer muss zumutbare Maßnahmen setzen, um den finanziellen Nachteil zu reduzieren. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem die Maßnahme gesetzt wurde oder die Maßnahme gesetzt hätte werden können (Betrachtung ex ante). Diese umfassen Vertragsverhandlungen mit Dritten und die Prüfung einer zumutbaren Verschiebung.
  • Die Auflösung eines Vertragsverhältnisses zur Reduktion eines finanziellen Nachteils ist nur dann zumutbar, wenn das ohne Risiko eines Rechtsstreits mit unsicherem Ausgang erfolgen kann. Die Auflösung von veranstaltungsnotwendigen Verträgen ist hingegen nicht zumutbar.
  • Zum Nachweis sind sämtliche Unterlagen bereitzuhalten und auf Verlangen vorzulegen.

Wann ist eine Verschiebung der Veranstaltung zumutbar?

  • Eine Verschiebung der Veranstaltung ist nur insofern zumutbar, als der Zweck der Veranstaltung gewahrt werden kann und der durch die Verschiebung entstehende Mehraufwand 10% der ursprünglich geplanten Kosten der Veranstaltung nicht übersteigt.
  • Der Entfall einer jährlich stattfindenden Veranstaltung und deren Durchführung im Folgejahr ist eine Absage und stellt daher keine zumutbare Verschiebung dar.

1. Zielsetzung

Was ist Ziel der Förderung?

  • Das Ziel der Förderung besteht in der Ermöglichung der Planung und Durchführung von Veranstaltungen ab 01. März 2021 trotz der COVID-19-Krise.

2. Gegenstand der Förderung

Was wird gefördert?

  • Die Förderung besteht im Ausgleich des finanziellen Nachteils, der aus einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert, im Ausmaß von maximal 90% der förderbaren Gesamtkosten der Veranstaltung.

Was ist von der Förderung nicht umfasst?

  • Ausgeschlossen sind finanzielle Nachteile, die bereits vor der Einreichung des Förderungsansuchens entstanden sind; d.h. insbesondere, dass Veranstaltungen, die vor der Einreichung des Förderungsansuchens abgesagt wurden, nicht förderungsfähig sind.

3. Persönliche Voraussetzungen

Wer kann um eine Förderung ansuchen?

  • Die Förderung kann von Veranstalterinnen und Veranstaltern unabhängig von ihrer Rechtsform, ihrem Sitz und ihrer Größe angesucht werden. Veranstalterinnen und Veranstalter sind diejenigen, die das wirtschaftliche Risiko tragen.
  • Alternativ können Veranstaltungsagenturen sowie Eventplanerinnen und Eventplaner unter bestimmten Voraussetzungen als Veranstalterinnen und Veranstalter um die Förderung ansuchen.

Können auch Veranstalterinnen und Veranstalter mit Sitz im Ausland um eine Förderung ansuchen?

  • Ja, Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Veranstaltung in Österreich stattfindet.

Wer kann nicht um eine Förderung ansuchen?

  • Bund, Länder und Gemeinden
  • Unternehmen, die gemäß dem „Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen“ (ESVG 2010) von der Statistik Austria als „Staatliche Einheit“ mit der Kennung S.13 geführt werden. Ausgenommen sind jene Unternehmen bzw. Unternehmensteile, die im Wettbewerb mit anderen am Markt tätigen Unternehmen stehen.
  • Unternehmen, die den Bereichen Fischerei und Aquakultur, Urproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Kohleindustrie, Schiffbau, Stahlindustrie, Kunstfaserindustrie zuzurechnen sind.

Können auch Start-Ups um eine Förderung ansuchen?

  • Ja, sofern die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen vorliegen.

Gilt die Förderung auch für Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer, freischaffende Künstlerinnen und Künstler und Vereine?

  • Ja, sofern die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen vorliegen.

4. Sachliche Voraussetzungen

Muss der Veranstaltungsort in Österreich liegen?

  • Ja, der Veranstaltungsort muss – unabhängig vom Sitz der Veranstalterin bzw. des Veranstalters – in Österreich liegen.

Was ist unter dem Begriff „Veranstaltung“ im Sinne dieser Richtlinie zu verstehen?

  • Als Veranstaltung im Sinne dieser Richtlinie gelten geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dazu zählen Business-to-Business- und Business-to-Consumer-Veranstaltungen, Kongresse, Messen, Gelegenheitsmärkte, sowie kulturelle Veranstaltungen und Sportveranstaltungen.
  • Eine Veranstaltung im Tourneebetrieb sowie regelmäßig am selben Veranstaltungsort stattfindende gleichartige Veranstaltungen (Veranstaltungszyklus, Theatersaison, Programmzyklus etc.) sind als eine einzige Veranstaltung zu behandeln. Sofern eine solche Veranstaltung bereits begonnen hat, ist eine Förderung nur möglich, soweit der finanzielle Nachteil noch nicht eingetreten ist.

Was ist eine Veranstaltung im Tourneebetrieb?

  • Veranstaltungen im Tourneebetrieb sind alle Darbietungen und Unternehmungen, die unter Verwendung eines gleichartigen Veranstaltungsprogramms und gleichartiger Veranstaltungseinrichtungen darauf ausgerichtet sind, abwechselnd an verschiedenen Orten durchgeführt zu werden.

Welche Veranstaltungen sind nicht förderbar?

  • Sportveranstaltungen im Mannschaftssport, die im nationalen oder internationalen Ligen- und Meisterschaftsbetrieb stattfinden
  • Politische Veranstaltungen
  • Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen
  • Private Veranstaltungen, die ohne Veranstaltungsagenturen oder Eventplaner durchgeführt werden
  • Veranstaltungen, für die bereits Förderungsansuchen eingebracht worden sind
  • Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen
  • Veranstaltungen, für deren Durchführungsdatum bereits im Zeitpunkt des Ansuchens feststeht, dass aufgrund von behördlichen Beschränkungen keine Teilnahme von Besucherinnen und Besuchern erlaubt sein wird

Kann die Förderung auch für bereits vor Inkrafttreten dieser Richtlinie vollständig durchgeplante Veranstaltungen angesucht werden?

  • Ja, eine Förderung ist möglich, wenn die Veranstaltung anhand der Vorgaben dieser Richtlinie nochmals kalkuliert wird sowie die sonstigen Voraussetzungen dieser Richtlinie vorliegen.

Kann eine Veranstaltung an mehreren Veranstaltungsorten abgehalten werden?

  • Ja, eine Aufteilung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf mehrere Veranstaltungsorte ist möglich, diese müssen aber räumlich unabhängig voneinander sein; die bloße Einteilung eines Ortes in Sektoren ist nicht ausreichend.

Müssen Teilnehmerobergrenzen bei der Planung der Veranstaltung berücksichtigt werden?

  • Ja, die in der Richtlinie festgelegten Teilnehmerobergrenzen dürfen bei der Planung der Veranstaltung nicht überschritten werden und bilden auch die Grundlage für das Durchführungs- und Finanzierungskonzept.
  • Für Fach- und Publikumsmessen sowie für Gelegenheitsmärkte besteht eine abweichende Regelung abhängig von der Rechtslage zum Zeitpunkt des Einreichens des Förderungsansuchens.

Welche Teilnehmerobergrenze gilt bei mehrtägigen Veranstaltungen, bei denen aufgrund der gewählten Veranstaltungstermine unterschiedliche Teilnehmerobergrenzen zur Anwendung gelangen würden?

  • Es gelten die jeweils höheren Teilnehmerobergrenzen für die gesamte Veranstaltung.

Müssen bei der Veranstaltung Einnahmen erzielt werden?

  • Nein, jedoch gelten in diesem Fall spezielle Förderungsvoraussetzungen.
  • Geschenke und Spenden gelten nicht als Einnahmen.

Muss die Veranstaltung für die Auszahlung der Förderung abgesagt werden oder ist es ausreichend, wenn sie nur eingeschränkt stattfindet?

  • Veranstaltungen, bei denen Einnahmen lukriert werden, werden auch im Falle einer eingeschränkten Durchführung gefördert. Veranstaltungen, bei denen keine Einnahmen lukriert werden, können nur im Falle der Absage gefördert werden.

In welchen Fällen wird eine Förderung ausgezahlt?

  • Die Absage oder eingeschränkte Durchführung muss objektiv mit COVID-19 im Zusammenhang stehen.
  • COVID-19-bedingte Beschränkung der An- und Abreise oder des Aufenthalts einer erheblichen Anzahl der Akteurinnen und Akteure, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Sprecherinnen und Sprecher oder einzelner vorab definierter, für die Durchführung der Veranstaltung objektiv unerlässliche Personen
  • Erkrankung mit COVID-19 oder verpflichtende Absonderung bzw. Quarantäne oder Betroffenheit von (nächtlichen) Ausgangsbeschränkungen einer erheblichen Anzahl der Akteurinnen und Akteure, Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder Sprecherinnen und Sprecher
  • Gesetzliche oder behördliche Maßnahmen, die die erlaubte Teilnehmeranzahl im Vergleich zu der im Förderungsangebot festgelegten Teilnehmeranzahl erheblich einschränken.

„Erheblich“ bedeutet eine Reduktion um mehr als 30%, wobei Akteurinnen und Akteure, Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Sprecherinnen und Sprecher jeweils einzeln zu betrachten sind; die Förderbarkeit tritt ein, sobald einer der genannten Personenkreise die Reduktion erfährt. Unter erheblicher Einschränkung der Teilnehmerobergrenze ist eine Reduktion von 30% zu verstehen.

Wann wird keine Förderung ausgezahlt?

  • Bei wirtschaftlichen Fehlplanungen oder subjektiven Gründen kann keine Förderung ausbezahlt werden.

Kann ich für mehrere Veranstaltungen um Förderung ansuchen?

  • Ja, sofern die Veranstalterin bzw. der Veranstalter den EU-beihilfenrechtlichen Rahmen noch nicht ausgeschöpft haben.

5. Förderbare und nicht förderbare Kosten

Welche Kosten sind förderbar?

  • Alle Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette, die mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen, z.B. Lieferantinnen und Lieferanten, Dienstleisterinnen und Dienstleister der Veranstaltungstechnik, Ordner- und Kontrolldienste, Übersetzungs- und Dolmetschleistungen, Zeltverleih, Technik, Hotels, Catering, Künstlerinnen und Künstler, Bar, Service, Floristinnen und Floristen, Veranstaltungsort, Ticketing- und Rückabwicklungskosten, Marketingkosten, Agenturen. Dazu zählen auch Abschlagszahlungen, die bereits zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsabschlusses vereinbart waren und die in einem angemessenen Verhältnis zum frustrierten Aufwand des Dritten stehen.
  • Eigene Personalkosten der Veranstalterin bzw. des Veranstalters, die ausschließlich der Vorbereitung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung gedient haben

Welche Kosten sind nicht förderbar?

  • Umsatzsteuer bei vorliegender Vorsteuerabzugsberechtigung
  • Investitionskosten, soweit es sich nicht um geringwertige Wirtschaftsgüter handelt
  • Personalkosten für den laufenden Betrieb
  • Sachkosten für den laufenden Betrieb
  • Kosten aus Kleinbetragsrechnungen unter EUR 100,00 (netto)

6. Art und Höhe der Förderung

Wie ist die Förderung ausgestaltet?

  • Die Förderung ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss auf Grundlage einer privatrechtlichen Vereinbarung. Sie wird nur im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung ausbezahlt.

Wie erfolgt die Förderungsvergabe?

  • Die Förderungsvergabe erfolgt chronologisch entsprechend der Reihenfolge des Eintreffens der vollständigen und beurteilungsfähigen Förderungsansuchen bei der Abwicklungsstelle ÖHT bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die zur Verfügung stehenden Mittel vergeben sind, das sind derzeit EUR 300 Mio.

Wie hoch ist die Förderungszusage?

  • Die Förderung wird auf Basis der „De-minimis“-Verordnung (Obergrenze EUR 200.000,00) und auf Abschnitt 3.1 des Befristeten Rahmens (Obergrenze EUR 800.000,00) gewährt. Die Höhe der Förderungszusage hängt von den bereits ausbezahlten oder verbindlich zugesagten „De-minimis“-Förderungen und COVID-19-Hilfsmaßnahmen ab, die unter den beiden oben genannten Rechtsgrundlagen gewährt wurden.
  • Innerhalb der genannten Obergrenzen (maximal EUR 1 Mio.) beträgt die Förderungszusage 90% der förderbaren Kosten.

Wie hoch ist die ausbezahlte Förderung?

  • Die Förderung wird ausschließlich im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung ausbezahlt. Wird die Veranstaltung wie geplant durchgeführt, wird keine Förderung ausbezahlt.
  • Die Höhe der ausbezahlten Förderung ist einerseits mit der Höhe der Förderungszusage und andererseits mit der Höhe des tatsächlich erlittenen finanziellen Nachteils begrenzt.
  • Im Falle der Absage der Veranstaltung berechnet sich der auszugleichende finanzielle Nachteil aus der Differenz zwischen den nicht (mehr) stornierbaren förderbaren Kosten und allfälligen angemessenen Abschlagszahlungen einerseits und den trotz Absage erzielten Einnahmen, allfälligen Versicherungsleistungen und anderen Förderungen andererseits.
  • Im Falle einer wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung berechnet sich der auszugleichende finanzielle Nachteil aus der Differenz zwischen den nicht (mehr) stornierbaren förderbaren Kosten und allfälligen angemessenen Abschlagszahlungen einerseits und den trotz Absage erzielten Einnahmen, allfälligen Versicherungsleistungen und anderen Förderungen andererseits.

In welchen Fällen und wann kann ich um die Auszahlung ansuchen?

  • Um eine Auszahlung kann grundsätzlich nur im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung angesucht werden. Bei Veranstaltungen ohne Einnahmen wird die Förderung nur bei einer Absage ausbezahlt.
  • Die Auszahlung ist binnen 8 Wochen nach dem (geplanten) Veranstaltungsdatum bei der ÖHT anzusuchen.
  • Wichtig: Die Auszahlung erfolgt auf Basis bezahlter Rechnungen und von der Steuerberaterin bzw. vom Steuerberater, von der Wirtschaftsprüferin bzw. vom Wirtschaftsprüfer oder von der Bilanzbuchhalterin bzw. vom Bilanzbuchhalter bestätigter eigener Personalkosten.
  • Bei wirtschaftlichen Fehlplanungen, subjektiven Gründen für eine Absage bzw. eingeschränkte Durchführung der Veranstaltung oder im Falle einer zumutbaren Verschiebung der Veranstaltung kommt es zu keiner Auszahlung.

7. Einschränkungen der Förderung aufgrund des EU-Beihilfenrechts 

Auf welchen Rechtsgrundlagen im EU-Beihilfenrecht basiert die Förderung?

  • Die Förderung wird auf Basis der „De-minimis“-Verordnung (Obergrenze EUR 200.000,00) und auf Abschnitt 3.1 des Befristeten Rahmens (Obergrenze EUR 800.000,00) gewährt.

Wann wird die Förderung auf Grundlage des Befristeten Rahmens und wann aufgrund der „De-minimis“-Verordnung vergeben?

Zuerst wird der „De-minimis“-Rahmen belastet und anschließend wird der Befristete Rahmen herangezogen.

Welche bisher erhaltenen Förderungen verringern aufgrund der Vorgaben der Europäischen Kommission die Höhe der maximalen Förderungszusage?

  • Alle Förderungen, die Sie bereits auf Basis der „De-minimis“-Verordnung oder des Abschnitts 3.1 des Befristeten Rahmens erhalten haben, sind gegenzurechnen. Auf Abschnitt 3.1 des Befristeten Rahmens basieren folgende Hilfsmaßnahmen: 100%ige Haftungsübernahme für Überbrückungsfinanzierung, Umsatzersatz, Fixkostenzuschuss EUR 800.000,00..

8. Förderungsansuchen

Wie kann die Förderung angesucht werden?

  • Die Einreichung von Förderungsansuchen hat über das ÖHT-Kundenportal auf der Website www.oeht.atzu erfolgen

Wer kann das Ansuchen einbringen?

  • Die Einreichung kann durch die Förderwerberin bzw. den Förderwerber selbst oder durch eine von ihr bzw. ihm dazu bevollmächtigte Person erfolgen.

Wann kann die ÖHT mit der Bearbeitung beginnen?

  • Die Bearbeitung kann erst beginnen, wenn alle erforderlichen Unterlagen im Kundenportal hochgeladen sind.

Wie kann überprüft werden, ob das Ansuchen erfolgreich eingebracht wurde?

  • Sobald Sie das Ansuchen im ÖHT-Portal absenden, erhalten Sie eine Rückmeldung per E-Mail. Im Falle einer Zurückweisung aufgrund von fehlenden Informationen oder Unterlagen bekommen Sie ebenfalls ein E-Mail mit der Bitte um Vervollständigung. Sie erhalten ebenfalls Rückmeldung, sobald das Ansuchen seitens der ÖHT zur Bearbeitung angenommen worden ist.

Kann ein Ansuchen auch nach bereits erfolgter Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung eingebracht werden?

  • Nein, Ansuchen müssen eingebracht werden bevor feststeht, dass die Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann. Ist für das geplante Veranstaltungsdatum vor Einreichung bekannt, dass behördliche Beschränkungen die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeinflussen werden, ist dieser Umstand entsprechend bei der Einreichung zu berücksichtigen. Ansuchen müssen jedenfalls vor dem geplanten Durchführungsdatum eingebracht werden. Für die Förderung können grundsätzlich nur jene Kosten berücksichtigt werden, die nach der Einbringung des Ansuchens angefallen sind. Davon ausgenommen sind Anzahlungen für die langfristige Vorausbuchung von Veranstaltungsstätten.

Für mein geplantes Veranstaltungsdatum ist bereits bekannt, dass eine Teilnahme von Besucherinnen und Besuchern aufgrund behördlicher Beschränkungen nicht möglich sein wird. Kann ich trotzdem um eine Förderung ansuchen?

  • Nein, Ansuchen müssen eingebracht werden bevor feststeht, dass die Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann.

9. Prüfung und Entscheidung

Wie verläuft der Prozess von Einreichung bis Förderungszusage?

  • Ab vollständigem Hochladen des digitalen Ansuchens wird dieses von der ÖHT überprüft. Im Falle einer Bewilligung wird ein Förderungsangebot ausgestellt. Dieses ist innerhalb von vier Wochen, jedenfalls aber vor Veranstaltungsbeginn, rechtsgültig unterfertigt an die ÖHT zu retournieren, ansonsten gilt das Angebot als widerrufen. Im Falle einer Ablehnung erhalten Sie ebenfalls ein Schreiben mit einer Begründung.

10. Fristen

Ab wann kann die Förderung angesucht werden?

  • Ansuchen können ab 18. Jänner 2021 eingereicht werden.

Bis wann kann eine Förderung angesucht werden?

  • Ansuchen können bis 15. Juni 2021 eingereicht werden. 

In welchem Zeitraum muss die Veranstaltung abgehalten werden?

  • Die Veranstaltungen sind zwischen 1. März 2021 und 31. Dezember 2022 durchzuführen.

11. Sonstiges 

Was ist ein finanzieller Nachteil im Sinne dieser Richtlinie?

  • Der finanzielle Nachteil ist der Abgang (negativer Saldo aus Ausgaben abzüglich Einnahmen) der Veranstalterin bzw. des Veranstalters, der sich aus der Absage oder wesentlichen Einschränkung der Durchführung der Veranstaltung ergibt.

In welchem Umfang besteht die Schadensminderungspflicht auf Seite der Förderungsnehmerin bzw. des Förderungsnehmers?

  • Die Förderungsnehmerin bzw. der Förderungsnehmer muss zumutbare Maßnahmen setzen, um den finanziellen Nachteil zu reduzieren. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem die Maßnahme gesetzt wurde oder die Maßnahme gesetzt hätte werden können (Betrachtung ex ante). Diese umfassen Vertragsverhandlungen mit Dritten und die Prüfung einer zumutbaren Verschiebung.
  • Die Auflösung eines Vertragsverhältnisses zur Reduktion eines finanziellen Nachteils ist nur dann zumutbar, wenn das ohne Risiko eines Rechtsstreits mit unsicherem Ausgang erfolgen kann. Die Auflösung von veranstaltungsnotwendigen Verträgen ist hingegen nicht zumutbar.
  • Zum Nachweis sind sämtliche Unterlagen bereitzuhalten und auf Verlangen vorzulegen.

Wann ist eine Verschiebung der Veranstaltung zumutbar?

  • Eine Verschiebung der Veranstaltung ist nur insofern zumutbar, als der Zweck der Veranstaltung gewahrt werden kann und der durch die Verschiebung entstehende Mehraufwand 10% der ursprünglich geplanten Kosten der Veranstaltung nicht übersteigt.
  • Der Entfall einer jährlich stattfindenden Veranstaltung und deren Durchführung im Folgejahr ist eine Absage und stellt daher keine zumutbare Verschiebung dar.

FAQ Schutzschirm für Veranstaltungen

FAQs Veranstalter Schutzschirm

Bestimmungen Weihnachtsmärkte

Die Veranstaltungsbranche gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. Um Anreiz und Sicherheit für die künftige Planung von Veranstaltungen zu geben, hat die Bundesregierung einen Schutzschirm für Veranstaltungen in der Höhe von 300 Mio. Euro erarbeitet. Seit 18. Jänner 2021 können bei der ÖHT Anträge gestellt werden. Die Bundesregierung hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der EU-Beihilfenrahmen angehoben wird. Das bedeutet auch für den Veranstalterschutzschirm höhere Förderungssummen pro Betrieb und eine längere Geltungsdauer.

Die Veranstaltungsbranche gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. Um Anreiz und Sicherheit für die künftige Planung von Veranstaltungen zu geben, hat die Bundesregierung einen Schutzschirm für Veranstaltungen in der Höhe von 300 Mio. Euro erarbeitet. Seit 18. Jänner 2021 können bei der ÖHT Anträge gestellt werden. Die Bundesregierung hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der EU-Beihilfenrahmen angehoben wird. Das bedeutet auch für den Veranstalterschutzschirm höhere Förderungssummen pro Betrieb und eine längere Geltungsdauer.