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Was sollte ich als Gast beachten und was ist für Betriebe wichtig zu wissen?

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Mindestens 1 Meter 
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5 Regeln, die wir alle immer beachten sollten:

Auf Händeschütteln 
bei der Begrüßung verzichten.
Mund-Nasen-
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Hände 
mehrmals täglich 
waschen
Niesen oder husten 
in die Armbeuge oder 
in ein Taschentuch

1. Mindestens 1 Meter 
Abstand zu fremden 
Personen halten.

2. Auf Händeschütteln 
bei der Begrüßung verzichten.

3. Mund-Nasen-
Schutz empfohlen bei Menschenansammlungen. 

4. Hände 
mehrmals täglich 
waschen.

5. Niesen oder husten 
in die Armbeuge oder 
in ein Taschentuch.

© v.l.n.r. Alexander Haiden; pixabay (2)

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Wiedereinstellungszusage erneut verlängert

Fragen und Antworten zur Gastgärtenoffensive

Hilfe für weitere touristische Vermieter

Kurzarbeit wird 
verlängert

Ganz Europa leidet nach wie vor unter hohen Corona-Infektionszahlen. Neue Virus-Mutationen verschärfen die Lage. Die Bundesregierung hat mit Experten, Landeshauptleuten und Parlamentsparteien vereinbart, dass weiterhin auf regionale Maßnahmen gesetzt wird.

  • Das Burgenland beendet den Lockdown mit Montag, 19. April. Um Intensivstationen in Wien und Niederösterreich zu entlasten, wird der Lockdown in diesen beiden Bundesländern bis 2. Mai 2021 verlängert.
    • Handel und Dienstleistungen bleiben geschlossen, auch Zoos und Museen.
    • Ausgangsbeschränkungen von 0 bis 24 Uhr. Der Wohnort darf nur aus gewissen Gründen verlassen werden.
    • Take away ist nach wie vor möglich.
  •  Zudem wird eine Öffnungskommission eingesetzt, um ausgehend vom weiteren Impffortschritt, wärmeren Wetterbedingungen und den laufenden Entwicklungen mögliche Öffnungsschritte ab Mai zu erarbeiten.

FAQs - Gastgärtenoffensive

Die nachfolgenden FAQs basieren auf einem Richtlinienentwurf. Bis zur Veröffentlichung der Richtlinie können sich daher noch Änderungen ergeben.

Was ist das Ziel der Förderung?

Das Ziel der Förderung besteht in der Schaffung zusätzlicher und Attraktivierung bestehender Verabreichungsplätze im Freien.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen und ergänzende Sachaufwendungen, die der Schaffung zusätzlicher und Attraktivierung bestehender Verabreichungsplätze im Freien dienen und die bis 31. Dezember 2021 abgeschlossen und bezahlt werden.

Wer kann eine Förderung erhalten?

Die Förderung kann von physischen oder juristischen Personen sowie sonstigen Gesellschaften des Unternehmensrechts angesucht werden, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Ausübung des Gastgewerbes gemäß § 111 Abs. 1 Gewerbeordnung 1994
  • Vorhandensein von mehr als acht Verabreichungsplätzen zum Zeitpunkt der Einbringung des Ansuchens
  • KMU-Eigenschaft
  • Betriebsstätte in Österreich 

Wer kann keine Förderung erhalten?

  • Förderungswerber, bei denen zum Zeitpunkt des Ansuchens ein Insolvenzverfahren anhängig ist.
  • Bund, Länder und Gemeinden 
  • Unternehmen, die gemäß dem „Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen“ (ESVG 2010) von der Statistik Austria als „Staatliche Einheit“ mit der Kennung S. 11 oder S.13 geführt werden. Ausgenommen sind jene Unternehmen bzw. Unternehmensteile, die im Wettbewerb mit anderen am Markt tätigen Unternehmen stehen.
  • Franchisebetriebe, wenn die unternehmerische Eigenständigkeit des Franchisenehmers nicht gewährleistet ist.

Welche Kosten sind förderbar?

Förderbar sind Kosten für Investitionen und ergänzende Sachaufwendungen, die der Schaffung zusätzlicher und Attraktivierung bestehender Verabreichungsplätze im Freien dienen. Darunter fallen etwa Fassadengestaltungen, Beschattung, Podesterrichtungen, Sitzmöbel, Tische, Schaffung barrierefreier Zugänge und Bepflanzungen.

Sind auch Investitionen und ergänzende Sachaufwendungen im Innenbereich förderbar?

Investitionen und ergänzende Sachaufwendungen im Innenbereich sind nicht förderbar, auch wenn sie gleichzeitig mit der Schaffung zusätzlicher und Attraktivierung bestehender Verabreichungsplätze im Freien durchgeführt werden.

Wann kann mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden?

Kosten sind grundsätzlich nur dann förderbar, wenn sie nach Einreichung des Förderungsansuchens anfallen. Lieferung und (An-)Zahlungen dürfen erst nach Einreichung des Förderungsansuchens erfolgen. Die Auftragsvergabe bzw. Bestellung ist aber auch schon davor zulässig.

Welche Kosten sind nicht förderbar?

Nicht förderbar sind u.a.:

  • Umsatzsteuer bei vorliegender Vorsteuerabzugsberechtigung 
  • Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einem unternehmerischen Vorhaben stehen (z.B. Privatanteile als Bestandteil der Projektkosten)
  • Gebühren und Abgaben
  • Personalkosten, Betriebsmittel und laufende Miet- und Pachtzahlungen
  • Immaterielle Investitionen
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte und gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Kosten aus Kleinbetragsrechnungen unter EUR 100,00 (netto)

Wie hoch sind die maximalen förderbaren Kosten?

Die Untergrenze der förderbaren Kosten beträgt EUR 5.000,00, die Obergrenze der förderbaren Kosten beträgt EUR 100.000,00.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Der Zuschuss beträgt maximal 20% der förderbaren Kosten. Die Zuschusshöhe beträgt im Einzelfall zwischen EUR 1.000,00 und maximal EUR 20.000,00.

Kann ich die Förderung mit anderen Förderungen kumulieren?

Eine Kumulierung mit anderen Förderungen ist grundsätzlich zulässig, sofern die beihilferechtliche Obergrenze von EUR 200.000,00 innerhalb von drei Steuerjahren (laufendes Steuerjahr + vorangegangene zwei Steuerjahre) eingehalten wird (De-minimis). 

Wie kann die Förderung angesucht werden?

Die Einreichung von Förderungsansuchen hat über das ÖHT-Kundenportal auf der Website www.oeht.at zu erfolgen.

Wann kann das Ansuchen eingebracht werden?

Ansuchen können voraussichtlich ab Mitte April bei der ÖHT eingebracht werden. Das genaue Datum wird ehestmöglich bekanntgegeben. Ansuchen können bis längstens 30. September 2021 eingebracht werden.

Bis wann ist das Förderungsprojekt umzusetzen?

Die Investitionen und ergänzenden Sachaufwendungen müssen bis zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen und bezahlt werden.

Wann wird die Förderung ausbezahlt?

Der Zuschuss wird nach Durchführung des Förderungsvorhabens sowie Prüfung der Abrechnungsunterlagen durch die ÖHT ausbezahlt. Die Abrechnungsunterlagen sind bis spätestens 31. März 2022 der ÖHT vorzulegen.

Weitere Maßnahmen

Neue Teststrategie der Bundesregierung im Nationalrat beschlossen

Eintrittstests 

  • Wie bereits in Alten- und Pflegeheimen soll in weiteren Bereichen vor dem Betreten als Besucher oder Kunde ein negativer Antigen-Test vorgelegt werden. Dies soll in Zukunft vor allem für den Zutritt in den Bereichen der Veranstaltungen und Beherbergungsbetrieben zum Einsatz kommen. Es wird daher zukünftig möglich sein, an Veranstaltungen mit einem Nachweis über einen negativen Test oder über eine bereits erfolgte Infektion teilzunehmen.
  • Für die Kontrolle sind die Betreiber/Veranstalter verantwortlich. Die angefallenen Kosten werden vom Bund zur Verfügung gestellt werden.
  • Mit der nun geschaffenen Rechtsgrundlage können mittels Verordnung die weiteren Details der Eintrittstest festgelegt werden.

Geförderte Berufsgruppentests durch den Bund

  • Um ein breites, regelmäßiges Testen sicherzustellen, sollen mittels Verordnung festgelegte Berufsgruppen in Zukunft jedenfalls wöchentlich getestet werden.
  • Wer sich in den definierten Berufsgruppen nicht wöchentlich testen lässt, hat alternativ verpflichtend eine FFP2-Maske zu tragen.
  • Dabei handelt es sich um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Arbeitsorten, bei denen es zu Kundenkontakt kommt oder bei denen ein bestimmter Abstand regelmäßig nicht eingehalten werden kann.
  • Das gilt u.a. für körpernahe Dienstleister, Lehrkräfte, Gesundheitspersonal, Gastronomie, Tourismus, Handel, öffentlicher Verkehr, Kunst & Kultur, Sportstätten, Öffentlicher Dienst.
  • Mit den Sozialpartnern wurde vereinbart, dass zu dem Thema der Corona-Tests und der Maskenpflicht am Arbeitsplatz ein Generalkollektivvertrag abgeschlossen wird.
  • Die Kosten der Tests werden vom Bund gefördert. 

Antigentests zur Eigenanwendung

Die Entwicklung der COVID-19-Test-Möglichkeiten ist sehr dynamisch. So kommen neben den PCR-Tests seit Herbst auch breitflächig Antigen-Tests zum Einsatz, die zwar medizinisches Fachpersonal benötigen, aber keine Laborauswertung mehr erforderlich machen. Um möglichst breites, regelmäßiges und niederschwelliges Testen zu ermöglichen, soll in Zukunft darüber hinaus auch auf den Einsatz von Tests zur Eigenanwendung gesetzt werden.Mit der nun dafür geschaffenen Rechtsgrundlage soll nach Durchführung eines Antigentests zur Eigenanwendung und einem positiven Testergebnis eine Nachtestung bei einer dafür befugten Stelle erfolgen. Diese Nachtestung soll weiters binnen von 48 Stunden erfolgen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses der Nachtestung ist eine selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten.

Hier finden Sie die aktuell verordneten und empfohlenen Maßnahmen, die auch für den Tourismus relevant sind.

COVID-19-Investitionsprämie für die Tourismus und Freizeitwirtschaft

Die COVID-19-Investitionsprämie des richtliniengebenden Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) schafft Anreize für Unternehmensinvestitionen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Betriebstätten, der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und der Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich.

Gegenstand der Förderung:

  • Materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen die zwischen dem 1. September 2020 und 28. Februar 2021 beantragt und spätestens bis zum 28. Februar 2022 umgesetzt werden.
  • Eine Verlängerung des Zeitraums wird gerade geprüft.
  • Die Basisprämie beträgt 7%
  • Besonders begünstigt sind Investitionen in Digitalisierung, Ökologisierung sowie Gesundheit und Life Science mit einer Prämie von 14%.

Anspruchsberechtigte:

  • Alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe oder Branche.
  • Die Förderungsmaßnahme kann ergänzend zu den Förderungs- und Finanzierungsprodukten der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft m.b.H (ÖHT) in Anspruch genommen werden.

Antrag und Information:

  • Die Abwicklung erfolgt für alle Branchen über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws).
  • Antragstellung erfolgt über die elektronische Anwendung „aws Fördermanager“.

Steuerexpertin Elisabeth Klimbacher-Six erklärt die Investitionsprämie

Insolvenzabsicherung für Kundengelder in der Reisebranche/Haftungsübernahmen für Überbrückungsfinanzierungen

Infolge der COVID-19-Krise haben sich Banken und Versicherungen weitgehend aus dem Absicherungsgeschäft zurückgezogen und bestehende Versicherungsverträge zum Jahresende 2020 gekündigt. Aus diesem Grund musste rasch eine zeitlich befristete Übergangslösung gefunden werden. Über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) wurde den Reisebüros und –veranstaltern ermöglicht, eine Absicherung für das Jahr 2021 zu erhalten und somit weiterhin Pauschalreisen anzubieten.

Anspruchsberechtigte:

  • Diese Absicherung kann von jedem Gewerbeinhaber beantragt werden, der zum Stichtag 30. November 2020 über eine aufrechte Reiseleistungsausübungsberechtigung verfügt hat.

Antrag und Information:

  • Die ÖHT bearbeitet Anträge ab 4. Jänner 2021.
  • Dieses Modell stellt ein provisorisches Angebot dar, das jedenfalls Ende 2021 auslaufen wird.
  • Über eine mögliche grundlegende Reform der Pauschalreiseabsicherung wird zeitnah informiert.

Neustartbonus

Mit dem Neustartbonus sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im ersten Schritt noch keinen Job im vollen Ausmaß oder im bisherigen Beruf finden, unterstützt werden. Davon profitieren auch Tourismusbetriebe, die noch nicht voll ausgelastet sind, aber dennoch dringend Arbeitskräfte benötigen.

Gegenstand der Förderung:

  • Der Bonus kann seit Mitte Juni 2020 beim AMS beantragt werden und läuft bis Ende Juni 2021.
  • Ein niedrigeres Gehalt bei neuer Beschäftigungsaufnahme wird auf rund 80% des Nettogehalts vor Arbeitslosigkeit aufgestockt (max. 950 Euro).

Antrag und Information:

  • Informationen über das Instrument des Neustartbonus stehen ab sofort auf der Website des AMS zur Verfügung.

Hilfe für vom Lockdown indirekt Betroffene

Für Betriebe, die direkt von der Lockdown-Schließung betroffen sind, hat die Bundesregierung rasch wirkungsvolle Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt. An diesen Unternehmen hängen jedoch auch viele indirekt betroffene Unternehmen, etwa Zulieferer, Dienstleister wie Textilreinigungen, Bühnenbauer etc. Nun hat die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer auch für diese Betriebe eine eigene Hilfe konzipiert, um Umsatzeinbußen abzufedern und Arbeitsplätze zu retten.

Höhe der Unterstützung  und Fristen:

  • Die Beantragung läuft seit 16. Februar bis 30. Juni 2021 über FinanzOnline.
  • Die Förderzeiträume sind November und Dezember 2020.
  • Die Höhe der Ersatzrate ist abhängig von der Branchenkategorisierung und den in Anhang 2 zur VO Lockdown-Umsatzersatz II angegebenen Prozentsätzen für die einzelnen Branchen.
  • Der Höchstbetrag beträgt 800.000 Euro pro Unternehmen abzüglich
    • bestimmter bereits erhaltener Beihilfen sowie
    • der abgerechneten Kurzarbeitsbeihilfen.
  • Die Mindesthöhe beträgt 1.500 Euro bzw. 2.300 Euro.

Anspruchsberechtigte:

  • Unternehmen, unabhängig von der Gesellschaftsform, die
    • mindestens 50% Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben haben und
    • aus dieser Tätigkeit im November und Dezember 2020 mehr als 40% Umsatzausfall im Vergleich zum November bzw. Dezember 2019 nachweisen.

Antrag und Information:

  • Der Antrag kann unter gewissen Umständen durch den Unternehmer selbst eingebracht werden.
  •  FinanzOnline

Gemeinsam für noch mehr Sicherheit in den Schigebieten

Um Einheimischen und Tagesgästen Sport- und Erholungsmöglichkeiten im Freien zu bieten, durften Schigebiete mit 24. Dezember für Freizeitzwecke öffnen. Es hat sich gezeigt, dass die Mehrheit der Schigebiete und Liftbetreiber die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet. Vereinzelt ist es aber zu Problemen gekommen. Die Bundesregierung spricht sich daher für volle Härte gegen Schigebiete und Liftbetreiber aus, die sich nicht an die Regeln halten. Einzelne schwarze Schafe bringen so ganz Österreich in Verruf.

Schigebiete bzw. Liftbetreiber haben u.a. folgende Aufgaben zu erfüllen:

  • Vorbereitete Sicherheits- und Präventionskonzepte umsetzen
  • Rahmenbedingungen für ausreichend Sicherheitsabstand gewährleisten.
  • Betreiber haben sicherzustellen, dass ein Anstellen in geordneten Bahnen mit ausreichendem Sicherheitsabstand möglich ist - Leitsysteme, die Stau vor den Liftanlagen bzw. Schlangenbildung vermeiden
  • Die Mehrheit der Betreiber arbeitet auch mit Beschränkungen bei der Zufahrt und Parkplätzen – um Überlastung der Kapazitäten zu vermeiden.
  • In vielen Schigebieten ist der Online-Kauf von Schipässen vor der Anreise notwendig und sorgt ebenfalls dafür, dass Kapazitätsgrenzen nicht überschritten werden.

Für die Benützung von Seil- und Zahnradbahnen gilt:

  • In geschlossenen oder abdeckbaren Fahrbetriebsmitteln von Seil- und Zahnradbahnen (Gondeln, Kabinen, abdeckbare Sesseln) darf die Beförderungskapazität zusätzlich nur 50 % betragen, Personen aus einem Haushalt sind von dieser Beschränkung ausgenommen.
  • Es ist eine FFP2 Maske ohne Ausatemventil oder eine äquivalente Maske zu tragen. Kinder zwischen 6 Jahren und dem vollendenden 14. Lebensjahr benötigen nur einen enganliegenden Mund-Nasen-Schutz, unter 6 Jahren gar keinen.
  • Grundsätzlich ist ein Mindestabstand von zwei Metern zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, verpflichtend. Kann aufgrund der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen der Mindestabstand nicht eingehalten werden, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.

Neue Einreiseverordnung: Online Registrierung vor Einreise nach Österreich

Mit 15. Jänner 2021 tritt eine Novelle der sogenannten „Einreiseverordnung“ des Gesundheitsministeriums in Kraft, die eine weitere Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus enthält: Ab sofort müssen sich alle Personen, die nach Österreich einreisen wollen, verpflichtend online vorab registrieren (Pre-Travel-Clearance). Ausnahmen für die Registrierungspflicht gibt es aber für Transitreisende oder für Personen, die aus besonders berücksichtigungswürdigen, unaufschiebbaren Gründen im familiären Kreis einreisen.

Die elektronische Registrierung soll mithelfen, die Kontrolle der Quarantäne zu verbessern und das Contact Tracing zu erleichtern. Das Registrierungsformular wie auch Fragen und Antworten zum Pre-Travel-Clrearance-System stehen auf der Homepage des zuständigen Gesundheitsministeriums zur Verfügung.

  • Die Daten der Onlineregistrierung werden automatisch an die für den Aufenthaltsort in Österreich zuständige Bezirksverwaltungsbehörde weitergeleitet.
  • Zum Ablauf: Einreisende füllen ein Onlineformular aus. Anhand der eingegebenen Daten informiert das System, welche Konsequenzen an die Einreise geknüpft sind – also ob sich die Person in Quarantäne begeben muss oder ungehindert einreisen darf.
  • Die einreisenden Personen erhalten anschließend ein PDF-Dokument mit einem QR-Code und den eingegebenen Daten per Download sowie an die angegebene E-Mail-Adresse. Dieses Dokument ist entweder ausgedruckt oder digital (am Smartphone) mitzuführen.
  • Im Falle einer Kontrolle durch die Behörden ist dieses Dokument vorzuweisen.
  • In Ausnahmefällen, z.B. wenn jemand keine technische Möglichkeit hat, das Dokument online auszufüllen, kann das Formular auch in ausgedruckter Form ausgefüllt und verwendet werden.
  • Die Speicherung der Daten erfolgt für 28 Tage ab Datum der Einreise. Die Daten werden danach unwiderruflich gelöscht.
  • Bei der Registrierung sind anzugeben: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Emailadresse, Wohn- oder Aufenthaltsadresse, Datum der Einreise, etwaiges Datum der Ausreise sowie die Länder des Aufenthalts der vergangenen 10 Tage. Sollte die Adresse der Quarantäne von der normalen Aufenthaltsadresse in Österreich abweichen, ist diese anzuführen.

Die grundlegenden Einreiseregelungen bzw. Beschränkungen bleiben weiterhin aufrecht.

Unterstützungsmaßnahmen für den Tourismus

Hier finden Sie einen Überblick über alle Maßnahmen, die der Tourismuswirtschaft helfen sollen, ihre Liquidität zu sichern.

Ausfallsbonus

Ziel ist, mit dem Ausfallsbonus den Unternehmen finanzielle Planbarkeit bis zum Ende der Pandemie geben zu können.

Höhe der Unterstützung  und Fristen:

  • Monatliche Beantragung für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021
  • Ersetzt werden bis zu 30 Prozent des Umsatzausfalls. 15% über den Ausfallsbonus, die weiteren 15% durch einen Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II.
  •  Die maximale Höhe beträgt 60.000 Euro (30.000 Euro Ausfallsbonus und 30.000 Euro Vorschuss pro Monat)

Anspruchsberechtigte:

  • Jedes Unternehmen, das mindestens 40 Prozent Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 nachweisen kann.
  • Vergleichszeitraum ist der dem Kalendermonat des Betrachtungszeitraums entsprechende Kalendermonat aus dem Zeitraum März 2019 bis Februar 2020.
  •  Es sind auch Unternehmen anspruchsberechtigt, die im Lockdown nicht geschlossen waren bzw. keinen Anspruch auf Lockdown-Umsatzersatz II haben.

Die Bundesregierung hat zur Unterstützung der besonders betroffenen Branchen für das Monat März eine Verdoppelung des Ausfallsbonus angekündigt. Konkret soll der Zuschuss von 15 Prozent auf 30 Prozent erhöht und der derzeitige Deckel des Zuschusses von 30.000 Euro auf 50.000 Euro angehoben werden.

Antrag und Information:

  • Der Antrag kann durch Unternehmer selbst, aber auch durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter eingebracht werden.
  • FinanzOnline

Anspruchsberechtigte

Gegenrechnung/Deckelung

Zusammenfassung Maßnahmen

Umsatzentschädigung

Fixkostenzuschuss II

Im Fixkostenzuschuss 800.000 werden Fixkosten in der Höhe des tatsächlichen Umsatzentgangs abgegolten, die im Zeitraum zwischen dem 16. September 2020 und längstens bis zum 30. Juni 2021 entstanden sind.

Höhe der Unterstützung  und Fristen:

  • Der prozentuelle Fixkostenzuschuss entspricht dem prozentuellen Umsatzausfall, die maximale Höhe ist pro Unternehmen mit 800.000 Euro begrenzt.
  • Der Zuschuss kann für bis zu zehn Betrachtungszeiträume, die zeitlich zusammenhängen bzw. für jeweils zwei zusammenhängende Blöcke gewährt werden.
  • Die Auszahlung erfolgt in 2 Tranchen, die separat beantragt werden müssen. Die Auszahlung der ersten Tranche ist spätestens bis 30. Juni 2021, die Auszahlung der zweiten Tranche vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 zu beantragen.
  • Für Kleinst-Unternehmen bis 120.000 Euro Jahresumsatz gibt es die Möglichkeit für Pauschalierungen. Diese Unternehmen können auch ohne Steuerberater beantragen.
  • Die Kombination von Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss ist für betroffene Unternehmen für unterschiedliche Zeiträume möglich.

Anspruchsberechtigte:

  • Das Unternehmen muss seinen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich haben und seine operative Tätigkeit in Österreich ausüben, die zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb führt.
  • Das Unternehmen erleidet einen durch die Ausbreitung von COVID-19 verursachten Umsatzausfall von mindestens 30 %.
  • Das Unternehmen hat einnahmen- und ausgabenseitige schadensmindernde Maßnahmen im Rahmen einer Gesamtstrategie gesetzt, um die durch den FKZ 800.000 zu deckenden Fixkosten zu reduzieren (Schadensminderungspflicht mittels ex ante Betrachtung).
  • Wurde in dem Betrachtungszeitraum November bzw. Dezember 2020 bereits ein Lockdown-Umsatzersatz gewährt, kann kein Fixkostenzuschuss 800.000 in Anspruch genommen werden. Hat der Antragsteller nur für Teile eines ausgewählten Betrachtungszeitraumes einen Lockdown-Umsatzersatz in Anspruch genommen, ist ein Antrag für diesen Betrachtungszeitraum zwar zulässig, der für den FKZ 800.000 berechnete Betrag ist für diesen Zeitraum jedoch anteilsmäßig zu kürzen (außer der Lockdown-Umsatzersatz wird vor Beantragung zurückbezahlt)

Antrag und Information:

  • Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen bzw. unter www.fixkostenzuschuss.at

Steuerexpertin Elisabeth Klimbacher-Six über den Fixkostenzuschuss

Verlustersatz

Der Verlustersatz stellt eine Verlustabdeckung in Höhe von bis 10 Millionen Euro dar, die für ungedeckte Fixkosten, die zwischen 16. September 2020 und längstens 30. Juni 2021 entstanden sind, beantragt werden können.

Höhe der Unterstützung  und Fristen:

  • Anträge sind seit 16. Dezember 2020 bis spätestens 31. Dezember 2021 über FinanzOnline einzubringen.
  • Hat das Unternehmen 50 oder mehr Mitarbeiter und einen Jahresumsatz oder eine Bilanzsumme größer als 10 Mio. Euro, stehen diesem bis zu 70 % Verlustersatz zu. Bei weniger als 50 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz bzw. einer Bilanzsumme kleiner als 10 Mio. Euro, wird dem Unternehmen ein Verlust bis 90 % ersetzt. Die maximale Höhe pro Unternehmen ist mit 10 Mio. Euro begrenzt.
  • Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen, die separat beantragt werden.
  • Anträge für die Auszahlung der ersten Tranche sind bis 30. Juni 2021 zu stellen. Die Auszahlung der zweiten Tranche wird vom 1. Juli bis 31. Dezember 2021 erfolgen.
  •  Anträge können für maximal zehn zeitlich zusammenhängende Betrachtungszeiträume genehmigt werden.

Anspruchsberechtigte:

  • Der Umsatzausfall zwischen der Summe der Umsätze im antragsgegenständlichen Betrachtungszeitraum und der Summe der Umsätze im jeweiligen Vergleichszeitraum des Jahres 2019 muss mindestens 30%  bzw. der Beihilfebetrag mindestens 500,00 Euro betragen.
  • Verlustersatz darf nicht gewährt werden, wenn der Antragsteller einen Fixkostenzuschuss 800.000 in Anspruch nimmt (außer der FKZ 800.000 wird vor Beantragung zurückgezahlt oder auf den Verlustersatz angerechnet).

Antrag und Information:

  • Antrag ist durch einen Vertreter (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter) zu stellen.
  • Bei einem erwarteten Zuschuss von unter 36.000 Euro können bis zu 1.000 Euro Kosten für die Beantragung und Bestätigungen durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Bilanzbuchhalter verlusterhöhend angesetzt werden.
  • Die COFAG prüft und gewährt den Verlustersatz. Technische Schnittstelle für die Einbringung der Anträge ist das FinanzOnline.

Steuerexpertin Elisabeth Klimbacher-Six über Verlustverwertung

Härtefallfonds

1. Härtefallfonds für Ein-Personen-Unternehmen, freie Dienstnehmer und Kleinstunternehmer

Ziel dieser Förderung ist, durch die Coronakrise entstandene Härtefälle bei Ein-Personen-Unternehmer, darunter auch neue Selbständige wie Vortragende und Künstler, Journalisten, Psychotherapeuten, freie Dienstnehmer (wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer usw.) durch Zuschüsse rasch abzufedern

Gegenstand der Förderung 

  • Es handelt sich um einen steuerfreien Zuschuss, der nicht der Einkommensteuer unterliegt und welcher als Comeback-Bonus bzw. der teilweise Ersatz von entgangenem Nettoeinkommen aus Einkünften aus selbständiger Arbeit bzw. Gewerbebetrieb gewährt wird.
  • Maximale Gesamtförderungshöhe für den Nettoeinkommensentgang beträgt 24.000 Euro, der maximale Comeback-Bonus beträgt 6.000 Euro (insgesamt 30.000 Euro pro Förderungswerber).
  • Anträge können für maximal zwölf Betrachtungszeiträume - die nicht zeitlich zusammenhängen müssen, -jeweils separat gestellt werden.

Für den gewählten Betrachtungszeitraum beträgt die maximale Förderungshöhe für den Nettoeinkommensentgang 2.000,00 Euro und der Comeback-Bonus 500,00 Euro pro Förderungswerber

Anspruchsberechtigte:

  • Gewerbliche Unternehmer bzw. Ausübende verkammerter oder nicht verkammerter freier Berufe, die durch COVID-19 wirtschaftlich signifikant bedroht sind. 
  • Voraussetzung ist ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres.

Antrag und Information:

2. Härtefallfonds für Land- und Forstwirte

Ziel dieser Förderung ist, durch die Coronakrise entstandenen Härtefälle bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben durch Zuschüsse abzufedern.

Gegenstand der Förderung:

  • Gewährung eines Comeback-Bonus sowie der teilweise Ersatz von entgangenen Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft.
  • Nicht rückzahlbarer Zuschuss zur Abgeltung der Einkunftsverluste sowie ein Comeback-Bonus.
  • Maximale Gesamtförderungshöhe für die Einkunftsverluste beträgt 24.000 Euro und der maximale Comeback-Bonus 6.000 Euro – daher in Summe 30.000 Euro – pro Bewirtschafter.
  • Für jeden der Betrachtungszeiträume beträgt die maximale Förderungshöhe für die Abgeltung der Einkunftsverluste 2.000,00 Euro und für den Comeback-Bonus 500,00 Euro pro Bewirtschafter.
  • Anträge können für maximal zwölf Betrachtungszeiträume - die nicht zeitlich zusammenhängen müssen - jeweils separat gestellt werden.

Anspruchsberechtigte:

  • Betreiber von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, die von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sind. 

Antrag und Information:

3. Härtefallfonds für Privatzimmervermieter

Gegenstand der Förderung:

  • Privatzimmervermieterinnen bzw. Privatzimmervermieter von privaten Gästezimmern bzw. Ferienwohnungen im eigenen Haushalt mit höchstens 10 Betten, die nicht der Gewerbeordnung 1994 unterliegen.
  • Der ermittelte Förderungsbetrag beträgt 80% der ermittelten Einkunftsverluste, aber max. 2.000,00 Euro und mindestens 500,00 Euro je Antragsteller bzw. pauschal 500,00 Euro bei Jungunternehmern.
  • Andere Einkünfte kürzen den ermittelten Förderungsbetrag, sodass tatsächliche Förderungsbetrag und andere Einkünfte 2.000,00 Euro nicht übersteigen.

Anspruchsberechtigte:

  • Gästezimmer/Ferienwohnungen müssen sich am Hauptwohnsitz der Privatzimmervermieterin bzw. des Privatzimmervermieters befinden.
  • Es zählen sämtliche angebotenen Schlafgelegenheiten (Fix- und Zusatzbetten).
  • Werden sowohl Privatzimmer als auch Ferienwohnungen angeboten, sind gewerberechtlich sämtliche angebotenen Betten zusammenzuzählen.
  • Relevant für den Härtefallfonds ist die gewerberechtliche Beurteilung.
  • Es muss eine signifikante Bedrohung durch COVID-19 Krise vorliegen.

Antrag und Information:

Kurzarbeit - COVID-19-Kurzarbeit Phase 3

Diese hat den Zweck, die Arbeitskosten für die Unternehmen temporär zu verringern und gleichzeitig die Beschäftigten zu halten. Corona-Kurzarbeit ermöglicht die vorübergehende Herabsetzung der Normalarbeitszeit auf 10%.

Gegenstand der Förderung:

  • Unabhängig von der Arbeitszeit während der Corona-Kurzarbeit erhalten Arbeitnehmer vom Arbeitgeber weiterhin ein Entgelt, das abhängig vom Bruttoentgelt um bestimmte Prozentsätze gekürzt wird.
  • Arbeitszeitausfall kann mindestens 20% und maximal 70% (in Ausnahmefällen 90%) der Normalarbeitszeit laut Gesetz oder Kollektivvertrag betragen.
  • Innerhalb des Kurzarbeitszeitraumes ist eine Ausfallzeit bis 100% möglich, im Durchschnitt des Kurzarbeitszeitraumes dürfen aber 70% (in Ausnahmefällen 90%) Ausfallzeit nicht überschritten werden. Für Unternehmen im Lockdown ist in den Monaten des Lockdowns ein Arbeitszeitausfall von mehr als 90% möglich.

Anspruchsberechtigte:

  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die in einem Betrieb / in Betrieben / in Betriebsteilen mit einem Betriebsstandort in Österreich Kurzarbeit durchführen.
  • Kurzarbeitsbeihilfe kann für alle arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Lehrlinge beantragt werden, die
    • wegen der Kurzarbeit weniger arbeiten,
    • ein aufrechtes Dienstverhältnis und einen vollentlohnten Kalendermonat vor Beginn der Kurzarbeit aufweisen und
      von der Sozialpartnervereinbarung umschlossen sind.
    • Mitglieder des geschäftsführenden Organs sind förderbar, wenn sie ASVG-pflichtversichert sind.
  • Das AMS ersetzt dem Arbeitgeber in etwa die Mehrkosten, die sich im Vergleich zur tatsächlichen Arbeitszeit ergeben, wenn der Betrieb vorübergehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen ist.

Um den Erhalt von Lehrstellen zu unterstützen wurde mit der Berufsausbildungsgesetz-Novelle ermöglicht, dass das Instrument der Kurzarbeit auch Lehrlingen zu Gute kommen soll. Nun wird die Kurzarbeit für Lehrlinge bis 30. Juni 2021 verlängert. Die neuen Bestimmungen sollen - entsprechend dem Beginn der COVID-19-Kurzarbeitsphase 4 - mit 1. April 2021 in Kraft treten.

Kurzarbeitsbonus für Unternehmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich intensiv für weitere Unterstützungsmaßnahmen für die besonders betroffenen Branchen eingesetzt. Nach intensiven Verhandlungen konnte nun ein weiteres Unterstützungspaket auf den Weg gebracht werden, mit dem Ziel, Fachkräfte zu halten und einer Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte während der Pandemie entgegenzuwirken: 

Der Kurzarbeitsbonus soll 1.000 Euro betragen und durch eine Einmalzahlung den Unternehmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die im letzten Jahr erlittenen Einnahmeausfälle und Auslastungsprobleme abmildern. 

Zusätzlich wurde auch eine Trinkgeldpauschale angekündigt, wodurch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einmalig ein Trinkgeldersatz gewährt werden soll. Detailinfos zur Höhe und Ausgestaltung des Kurzarbeitsbonus werden in Kürze veröffentlicht.

Antrag und Information:

Kurzarbeit

Neues Unterstützungspaket gibt Tourismus Perspektive

Seit mittlerweile fast einem Jahr setzt die Bundesregierung alle Hebel in Bewegung, um Wirtschaft und Arbeitsplätze während der Coronakrise bestmöglich zu unterstützen. Mit dem neuen Unterstützungspaket können Verluste noch besser abgefedert werden.

1. Ausweitung des Beihilfenrahmens

Die Bundesregierung hat hart darum gekämpft, dass die EU die Anhebung des Beihilferahmens ermöglicht. Viele mittelständische Tourismusbetriebe sind bereits an den bisherigen Deckel von maximal 800.000 Euro an Unterstützung gestoßen. Nachdem die EU-Kommission eingelenkt hat, wird die Ausweitung nun national umgesetzt:

  • Die bisherige Obergrenze beim Fixkostenzuschuss 2 von 800.000 Euro wurde auf 1,8 Millionen Euro pro Unternehmen angehoben.
  • Für den Verlustersatz wird die Obergrenze von drei Millionen auf 10 Millionen Euro angehoben. Das bedeutet mehr als eine Verdreifachung des Betrages und somit die volle Ausschöpfung des Rahmens.

2. Ausfallsbonus 

Der Ausfallsbonus kann ab sofort für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 über FinanzOnline beantragt werden. Jedes Unternehmen, das mindestens 40 Prozent Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 erleidet, kann einen Ausfallsbonus bis zu 60.000 Euro für diesen Kalendermonat erhalten. Das ist eine wichtige Unterstützung für Reisebüros und für alle anderen Betroffenen, deren Geschäft von Touristen abhängt, die jedoch weder direkt noch indirekt durch die COVID-19-Maßnahmenverordnung betroffen waren.

  • Ersetzt werden bis zu 30 Prozent des Umsatzes. Eine Hälfte davon über den Ausfallsbonus, die andere Hälfte durch einen Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss 2.
  • Die Maximalhöhe beträgt: 60.000 Euro (30.000 Euro Ausfallsbonus und 30.000 Euro Vorschuss pro Monat)
  • Für dieses Hilfsinstrument ist eine Milliarde Euro vorgesehen.

3. Indirekt Betroffene

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben nicht nur die geschlossenen Unternehmen, sondern auch viele Zulieferer-Betriebe hart getroffen. Um die finanziellen Folgen des Lockdowns für diese indirekt Betroffenen abzufedern, hat die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer ein Kompensationsmodell erarbeitet.

  • Wie beim Umsatzersatz für direkt Betroffene soll der Umsatz für die Monate November und Dezember 2020 ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen
    • mindestens 50% Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben nachweisen kann und die Tätigkeit im November und Dezember 2020 unverändert fortgeführt wurde sowie
    • im November bzw. Dezember 2020 mehr als 40% Umsatzausfall im Vergleich zum November bzw. Dezember 2019 hatte.
  •  Anträge können bis zum 30. Juni 2021 über FinanzOnline gestellt werden.

Zimmervermietung an Private verboten

In den vergangenen Wochen wurden immer wieder Einzelfälle publik, wo während des Lockdowns Zimmer an Personen vermietet wurden, die keinen beruflichen Grund hatten. Auch durch „Scheinanmeldungen“ an Zweitwohnsitzen wird das Betretungsverbot umgangen. Die rechtliche Situation ist hier sehr klar: Beherbergung zu touristischen Zwecken ist weiterhin untersagt!

  • Der Gast ist dazu verpflichtet dem Inhaber einer Betriebsstätte das Vorliegen des Ausnahmegrundes glaubhaft zu machen (z.B. LKW-Fahrer bringt Güter von A nach B - oder Bestätigung durch den Arbeitgeber).
  • Jeder Betrieb, aber auch jeder Gast macht sich strafbar, wenn die geltenden Einschränkungen und Betretungsverbote verletzt werden. Sprich: Wenn Zimmer außerhalb der klar geregelten Ausnahmegründe vermietet werden bzw. diese Person sich z.B. als Geschäftsreisender ausgibt. Die Wirtschaftskammer Österreich stellt eine Vorlage zur Verfügung, die zur Bestätigung des Reisegrundes durch den Gast dient. Die Verwendung eines solchen Dokumentes ist freiwillig und nicht verpflichtend.
  • Selbstverständlich gilt dies auch für Quartiere, die über private Buchungsplattformen angeboten werden (z.B. AirBnB).
  • Die Strafe für Betriebe kann bis zu 30.000 Euro betragen, für Gäste bis zu 1.450 Euro.
  • Die Kontrolle obliegt den Bezirksverwaltungsbehörden und über deren Ersuchen den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes.
  • In den vergangenen Wochen wurden verstärkt Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Ziel muss sein, dass sich die illegale Beherbergung und damit auch die südafrikanische Virus-Vriante nicht von Tirol auf ganz Österreich ausbreitet. Darum werden die Kontrollen intensiviert, um „schwarze Schafe“ rasch zu finden und Verstöße zu ahnden.

Grüner Pass – Tourismusministerin Köstinger erreicht Schulterschluss

Auf Einladung von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sind 12 Tourismus-Ministerinnen und –Minister virtuell zu einem Gipfel über den „Grünen Pass“ zusammengekommen: Bulgarien, Kroatien, Zypern, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien. Gemeinsam wurden die wichtigsten Voraussetzungen definiert, die europäische Green Certificate in Bezug auf Tourismus erfüllen sollte.

  •  Die 13 Staaten haben vereinbart, dass gemeinsame „Prioritäten mit klaren Kriterien für den Grünen Pass für den Tourismus“ erarbeitet werden.
  • Ziel ist, dass der Grüne Pass europaweit einheitlich, grenzübergreifend und leicht verwendbar umgesetzt wird.
  • Er soll die Grundlage für die Wiederherstellung der Reisefreiheit in Europa sein.
  • Diese Prioritäten sollen bis nach Ostern unter den 13 Staaten abgestimmt und der Europäischen Kommission übermittelt werden.

Verlängerung von Unterstützungsmaßnahmen

Im Nationalrat wurden Anträge eingebracht, um angesichts der anhaltenden Coronakrise wichtige Unterstützungsmaßnahmen für den Tourismusbereich zu verlängern. 

Verlängerung der Umsatzsteuersenkung iHv 5 %

  • Die Senkung betrifft alle Speisen und alle Getränke (Restaurant, Gasthaus, Kaffeehaus, Würstelstand, Catering etc.), sowohl alkoholfreie als auch alkoholische Getränke.
  • Davon erfasst sind auch Schutzhütten und Buschenschankbetriebe.
  • Auch die gewerbliche Beherbergung, Pensionen aber auch Privatzimmervermietungen, Überlassung von Ferienwohnungen und Camping sind von der Verlängerung umfasst.
  • Darüber hinaus werden auch weiterhin Theateraufführungen, Tierparks, Museen, botanische/zoologische Gärten, Naturparks, Kinos von der Steuersenkung profitieren.
  • Auch Zirkusveranstaltungen und Schaustellungen kommen in den Genuss des reduzierten Steuersatzes
  • Die derzeit mit Jahresende zeitlich befristeten Steuersenkungen wird um ein weiteres Jahr bis 31. Dezember 2021 verlängert.

Verlängerung des Haftungsrahmens für COVID-19 Überbrückungsfinanzierungen

Um die KMU in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in dieser herausfordernden Situation schnell und möglichst unbürokratisch zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gemeinsam mit der Österreichischen Hotel und Tourismusbank (ÖHT) eine liquiditätssichernde Hilfsmaßnahme umgesetzt. Diese Maßnahme besteht in der Übernahme von Haftungen durch die ÖHT für Überbrückungsfinanzierungen der Hausbanken.

  • Hierfür wurde vom Finanzministerium im KMU-Förderungsgesetz eine Verordnungsermächtigung zur Festlegung eines eigenen COVID-19-Haftungsrahmens geschaffen. Diese Ermächtigung wird nun durch eine Änderung des KMU-Förderungsgesetzes bis 30. Juni 2021 verlängert – dieser Zeitpunkt entspricht der Geltungsdauer des Befristeten Rahmens der Europäischen Kommission.
  • Für die ÖHT steht ein Haftungsrahmen von 1,625 Mrd. Euro zur Verfügung, der auf Basis der verlängerten Ermächtigung in der Folge auch bis 30. Juni 2021 genutzt werden kann.
  • Eine entsprechende Richtlinienänderung wird ehestmöglich umgesetzt.
  • Im Zuge des 2. Lockdowns bietet die ÖHT zudem nun den Förderungsnehmern die Möglichkeit, ihre COVID-19-100%-Haftungen in Absprache mit ihren Hausbanken auf das tatsächlich benötigte Ausmaß einzuschränken oder innerhalb des Optionenmodells umzusteigen, um den Lockdown-Umsatzersatz bestmöglich nützen zu können.

Steuerexpertin Elisabeth Klimbacher-Six zu "Liquidität durch Finanzierung mit ÖHT Haftung"

Steuerstundungen

Die COVID-19-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung gesetzten behördlichen Maßnahmen haben sich nachteilig auf die Liquidität der abgabepflichtigen Betriebe ausgewirkt. Deshalb ist ein großer Teil der Abgaben, die nach dem 15. März 2020 fällig geworden sind, gestundet worden.

  • Diese Stundungen werden bis zum 31. März 2021 verlängert.
  • Bis zum 31. März 2021 werden keine Stundungszinsen vorgeschrieben.

Erleichterungen für Bestandverträge im Zusammenhang mit Veranstaltungen

  • Bestandverträge im Zusammenhang mit Veranstaltungen, deren Bestandzeitraum zur Gänze zwischen 1. März 2020 und 31. März 2021 liegt und deren Ausführung wegen der Corona-Pandemie gänzlich unterbleibt, sind von der Bestandvertragsgebühr gemäß dem Gebührengesetz befreit.
  • Dies betrifft beispielsweise Konzert- oder Messeveranstalter, die Räumlichkeiten oder Stände an- bzw. vermieten.

Härtefallfonds der Privatzimmervermieter wird für weitere 10.000 touristische Vermieter geöffnet

Auf Initiative von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat der Nationalrat am 24.2.2021 eine Gesetzesänderung beschlossen, mit der der Kreis der touristischen Vermieter, die Unterstützungen aus dem Härtefallfonds beantragen können, erweitert wird. Damit wird für einen neuen Adressatenkreis die Grundlage für zukünftige Förderungen geschaffen – konkret für den „Ausfallsbonus“.

  • Durch Reisewarnungen und Lockdowns stehen nicht nur Gastronomie, Hotellerie und Freizeitbranche vor enormen Herausforderungen, sondern auch Privatzimmervermieter. Darum hat die Bundesregierung im Vorjahr für diesen Bereich Unterstützung im Rahmen des Härtefallfonds ermöglicht.
  • Bisher konnten rund 30.000 Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen, die im eigenen Haushalt höchstens zehn Betten anbieten, Unterstützung aus dem Härtefallfonds beantragen.
  • Nun wird der Kreis der Anspruchsberechtigten auf jene touristischen Vermieter erweitert, die aus unterschiedlichen Gründen bislang den Härtefallfonds nicht in Anspruch nehmen konnten. Künftig werden ca. 10.000 zusätzliche touristische Vermieter Unterstützung durch den „Ausfallsbonus“ in Anspruch nehmen können.
  • Durch die nunmehr beschlossene Novelle des Härtefallfondsgesetzes werden künftig neben gewerblichen auch sonstige touristische Vermieter gefördert, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG erzielen und dafür Nächtigungsabgaben abführen.

Die entsprechende Richtlinie wird derzeit erarbeitet. Sobald diese formell in Kraft und eine Beantragung des Ausfallsbonus möglich ist, werden wir hier umgehend darüber informieren.

Kurzarbeit wird bis Ende Juni 2021 verlängert

Durch „Kurzarbeit statt Kündigung“ konnten allein im Bereich Beherbergung und Gastronomie bisher über 140.000 Arbeitsplätze gerettet werden. Mehr als 845 Mio. Euro wurden in diesen Bereichen bereits ausbezahlt. Die Kurzarbeit hat sich bewährt, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt einzudämmen. Nun hat die Bundesregierung bekannt gegeben, dass dieses wichtige Kriseninstrument bis Ende Juni 2021 verlängert wird.

Konkret bedeutet dies für die Phase 4 der Kurzarbeit von April bis Juni 2021:

  • Nettoersatzrate von 80 bis 90 Prozent
  • Ersatz der Differenz zwischen dem Entgelt für geleistete Arbeit und den Kosten für die Nettoersatzrate nach dem bisherigen Berechnungssystem
  • Mindestarbeitszeit von 30 Prozent
  • Für besonders betroffene Branchen, wie Beherbergung, Gastronomie, Reise- und Veranstalterbranche, kann die Mindestarbeitszeit wieder unterschritten werden.

Zudem gibt es Förderung von Weiterbildungszeiten während der Kurzarbeit:

  • Zusätzlich zu den Ausfallstunden fördert das AMS Sach- und Personalkosten im Ausmaß von 60 Prozent.
  • Daneben folgt eine Intensivierung der Beratung der Betriebe zu Qualifizierungsmöglichkeiten seitens AMS und Sozialpartner.
  • Wie bisher können geringfügige Erhöhungen der Bemessungsgrundlage von maximal 5 Prozent berücksichtigt werden – dies gilt insbesondere für den Trinkgeldersatz.
  • Die genauen Details werden unter www.bmafj.gv.at/Kurzarbeit-Infoseite abrufbar sein.

Unterstützungsmaßnahmen im Überblick

  • Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für besonders betroffene Branchen abzumildern, hat die Bundesregierung weitere Wirtschaftshilfen beschlossen.
  • Um Anreiz und Sicherheit für die Planung von Veranstaltungen zu geben, hat die Bundesregierung einen 300 Mio. Euro Schutzschirm erarbeitet. Anträge sind über die ÖHT möglich.
  • Insolvenzabsicherung für Kundengelder in der Reisebranche: Da der Markt derzeit nicht bereit ist, Pauschalreisen zu versichern, stellt der Staat einen Haftungsrahmen von 300 Mio. Euro bereit.
  • Zudem werden bewährte Maßnahmen verlängert: Senkung der Mehrwertsteuer auf 5 Prozent, ÖHT Haftungspaket, Steuerstundungen und Erleichterungen für Bestandsverträge in der Veranstaltungsbranche.
  • Seit 23.11.2020 kann außerdem der Fixkostenzuschuss 2 beantragt werden. Mit der Aufnahme der frustrierten Aufwendungen kommt diese Maßnahme v.a. auch den Reisebüros zu Gute.
  • Die detaillierten Unterstützungsmaßnahmen für den Tourismus finden Sie hier.

Weitere nützliche Informationen 

Österreich ist
berühmt für seine
Gast
freundschaft!

Leitlinien für einen 
sicheren Umgang miteinander.

© v.l.n.r. Alexander Haiden; pixabay (2)

Neues Unterstützungspaket für Gastronomie und Tourismusbetriebe

Da die Corona-Zahlen nach wie vor zu hoch und weitere Öffnungsschritte noch nicht möglich sind, hat die Bundesregierung neue Wirtschaftshilfen beschlossen. Sie enthalten für Gastronomie und Tourismus wesentliche Unterstützungen:

Kurzarbeitsbonus für Unternehmen & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mit einem Kurzarbeitsbonus der Gesamthöhe von 1.000 Euro für die Unternehmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die Einnahmeausfälle und Auslastungsprobleme bereits über das ganze letzte Jahr hindurch abgemildert werden. Dieser Bonus besteht aus 2 Teilen:

  • Betriebe, die durchgehend von Schließungen seit November betroffen sind, erhalten eine Einmalzahlung von 825 Euro netto für den März zusätzlich zum jeweiligen Kurzarbeitsbeitrag. Kann zur Ausbezahlung für Urlaubsansprüche genutzt werden.
  • Ein Trinkgeldersatz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Höhe von 175 Euro netto, den alle erhalten, die von Trinkgeldpauschale betroffen waren.
  • Beispiel: Wenn sich in einem Betrieb 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit befinden, erhält das Unternehmen zusätzlich 33.000 Euro netto.

Mit der Berufsausbildungsgesetz-Novelle wurde zudem das Instrument der Kurzarbeit auch für Lehrlinge ermöglicht. Dies wird mit einer gesetzlichen Befristung bis 30. Juni 2021 erstreckt, um den Erhalt von Lehrstellen zu unterstützen. Die neuen Bestimmungen werden entsprechend dem Beginn der COVID-19-Kurzarbeitsphase 4 mit 1. April 2021 in Kraft treten.

Märzbonus: Verdoppelung des Ausfallbonus

Betriebe, die mindestens 40% Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 erleiden, können einen Ausfallsbonus beantragen. Dieser Ausfallsbonus beträgt 30% des Umsatzausfalls und besteht zur Hälfte aus dem „Zuschuss“ und zur Hälfte aus einem (optionalen) „Vorschuss“ auf den Fixkostenzuschuss der zeitnah und unbürokratisch die Liquidität der antragstellenden Unternehmen verbessern soll.

Zur Unterstützung der besonders betroffenen Branchen wird der Ausfallbonus für März erhöht. Damit steigt der Zuschuss von 15% auf 30% und der derzeitige Deckel des Zuschusses wird von 30.000 auf 50.000 Euro angehoben. 

Beispiel: Ein kleines Restaurant erleidet durch den Lockdown (trotz Take-away Angebot) einen Umsatzausfall von -90%. Der Jahresumsatz beträgt 450.000 Euro, der monatliche Umsatz 37.500 Euro. Mit dem Märzbonus kann der Ausfallbonus auf über 10.000 Euro verdoppelt werden. 

Beispiel: Ein Beherbergungsbetrieb erleidet durch den Lockdown (mit wenigen Berufsreisen) einen Umsatzausfall von -95%. Der Jahresumsatz beträgt 2,56 Mio. Euro, der monatliche Umsatz 213.333 Euro. Mit dem Märzbonus erhält das Unternehmen statt 30.000 nun 50.000 Euro Zuschuss

Gastgärtenförderung

Da uns die Pandemie noch länger beschäftigen wird, wird es notwendig sein, optimale und coronataugliche räumliche Bedingungen zu schaffen. Eine Möglichkeit dafür ist die Erweiterung, der Neu- und Umbau von Gast- und Schanigärten im Außenbereich.

Gastgärtenoffensive für Neubauten, Erneuerung sowie Attraktivierung der Gastgärten:

  • Förderbar sind Investitionen und ergänzende Sachaufwendungen ab EUR 5.000 bis EUR 100.000
  • Zuschuss i.H.v. 20% für KMU der Gastronomie
  • Die Abwicklung wird durch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) erfolgen 
  • Antragstellung über das ÖHT-Kundenportal voraussichtlich ab Mitte April
  • Kostenanerkennung ab Antragseinreichung
  • Für die Maßnahme stehen insgesamt 10 Mio. Euro zur Verfügung.

Beispiel: Für die Anschaffung der Gastgarten-Ausstattung in der Höhe von 15.000 Euro erhält ein kleines Unternehmen einen Zuschuss von 3.000 Euro. 

Regionale Öffnungsschritte

Die Bundesregierung hat sich gemeinsam mit Experten, Oppositionsparteien und Bundesländern auf regionale Öffnungsschritte verständigt.

  • Ab 15. März 2021 sollen Öffnungsschritte in den Bereichen Gastronomie, Sport und Kultur in Vorarlberg ermöglicht werden, da die Infektionszahlen in diesem Bundesland am niedrigsten sind.
  • Obwohl die Infektionszahlen in anderen Bundesländern tendenziell steigen, sollen Öffnungen im Freien ermöglicht werden, bevor weitere Schritte in Innenräumen angedacht werden können.
    • Demnach soll die Gastronomie im Außenbereich mit Ostern öffnen können. Unter Einhaltung des notwendigen Sicherheitsabstandes und aller Sicherheitsvorkehrungen können Gäste im Freien bewirtet werden.
    • Gäste haben ein negatives PCR- oder Antigentestergebnis auf SARS-CoV-2 vorzuweisen. Der Test (Zeitpunkt der Probenahme) darf nicht älter als 48 Stunden sein.
    • Daneben empfiehlt der Bund den Städten und Gemeinden eine Gebührenbefreiung für Gastgärten.
  • Die Landeshauptleute können je nach Infektionslage regional (zusätzliche) Lockerungen über die bundesweiten Bestimmungen hinausgehend setzen. Ebenso die Bezirksverwaltungsbehörden in ihrem Wirkungsbereich.
  • Weitere Öffnungsschritte sollen im April erfolgen.

Bestehende Sicherheitsmaßnahmen

Um bis zu einer flächendeckenden Impfung den Infektionen sowie neuen Mutationen bestmöglich entgegenzuwirken, haben Bund und Länder bereits gültige und treffsichere Maßnahmen verabschiedet:

  • Abstandsregeln
    • 2 Meter Abstand in geschlossenen Räumen
    • 2 Meter Abstand im Freien
  • Maskenpflicht
    • FFP2 Maskenpflicht insbesondere an allen öffentlichen Orten in geschlossenen Räumen
    • Eng anliegender Mund-Nasen-Schutz für das Personal im direkten Kundenkontakt, wenn wöchentlich ein negativer Testnachweis auf SARS-CoV-2 erbracht werden kann – sonst FFP2 Maskenpflicht.
  • Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen
    • Zwischen 06.00 und 20.00 Uhr dürfen sich maximal 2 Haushalte treffen: maximal 4 Erwachsene mit maximal 6 aufsichtspflichtigen Kindern
  • Bundesweites Testangebot 
    • Ab 1.3.2021 sind in Apotheken kostenlose Selbsttests erhältlich. Personen, die eine E-Card besitzen und älter als 15 Jahre sind, können fünf Selbsttests gratis erwerben.
    • Wöchentliche Berufsgruppentestungen sind ergänzend zu den schon bisher verpflichtenden Testungen im Gesundheits- und Pflegebereich auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kontakt zu Kundinnen/Kunden (z.B. Handel, Dienstleistungen, Verkehr) vorgesehen und werden ausgeweitet.
    • Das regelmäßige Testen der Gäste wird zudem einer der wichtigsten Bausteine sein.

Positive Bilanz nach ersten Öffnungsschritten

Vor 3 Wochen hat Österreich erste Öffnungsschritte für Schulen, Handel und körpernahe Dienstleister gesetzt. Obwohl das Infektionsgeschehen dadurch wie erwartet angestiegen ist, kann dennoch positive Bilanz gezogen werden:

  • Durch die ersten Öffnungsschritte konnten rund 120.000 Menschen wieder in Beschäftigung gebracht werden.
  • Mit mehr als 2,5 Mio. Corona-Tests pro Woche gehört Österreich mittlerweile zu den Test-Weltmeistern. Durch das intensive Testen kann das Infektionsgeschehen gut unter Kontrolle gehalten werden.

Gastgärtenförderung: Neubauten, Erneuerung sowie Attraktivierung der Gastgärten

Gastronomiebetriebe sind seit Beginn der Pandemie mit einschneidenden Beschränkungen konfrontiert. Die nächsten möglichen Lockerungsschritte sollen die Öffnung der Outdoorbereiche der Gastronomie mit sich bringen. Die Gastgärtenförderung soll den Gastronomen die Schaffung von optimalen räumlichen Bedingungen durch Investitionen und ergänzende Sachaufwendungen ermöglichen. Hierzu werden insgesamt 10 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.  Nähere Details werden zeitnah veröffentlicht.

Online-Austausch zur Lage der Hotelbranche

Um die aktuelle Situation der Hotelbranche gemeinsam mit den Hauptbetroffenen zu erörtern, haben Bundeskanzler Sebastian Kurz, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung Michaela Reitterer alle ÖHV Mitglieder zu einem Online-Austausch eingeladen. Die gesamte Videokonferenz kann hier nachgesehen werden.

Um sicheres Reisen trotz Pandemie zu ermöglichen, hat Österreich auf EU-Ebene den Vorstoß für einen „Grünen Pass“ gemacht. Die EU-Kommission hat nun einen Entwurf vorgelegt, der dem Österreichischen Vorschlag entspricht. Der Grüne Pass wird noch vor dem Sommer kommen.

Ausfallsbonus 

Notstandshilfe

Schulterschluss Grüner Pass

Öffnungs-kommission wird eingesetzt

Der Grüne Pass wird kommen!

Seit Ausbruch der COVID-Pandemie ist die Reisefreiheit stark eingeschränkt. Ziel ist eine rasche und praktikable Lösung, um sichere Mobilität wieder ermöglichen zu können. Österreich hat daher den Vorstoß eines EU-weit einheitlichen Systems gemacht. Die Europäische Kommission hat einen Verordnungsentwurf vorgelegt, der diesem Ansatz entspricht: Wer geimpft, getestet oder genesen ist, soll wieder reisen dürfen. Österreich wird in den nächsten Tagen die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung schaffen. Auf Basis dieser Grundlagen kann die operative Umsetzung bereits im April beginnen.

Der „Grüne Pass“ wird – wie von Österreich gefordert – folgende Informationen beinhalten:

1. Impfzertifikat

2. Testzertifikat (PCR- oder Antigenschnelltest)

3. Genesungszertifikat (frühestens auszustellen ab dem 11. Tag nach erstem positiven PCR-Testergebnis und max. 180 Tage gültig)

  • Vorgesehen ist, dass der Grüne Pass kostenlos von den EU-Staaten an alle EU-Bürger, deren Familienangehörige und an in EU-Staaten ansässige Drittstaatsangehörige ausgestellt wird.
  • Gültigkeit für Dauer der Pandemie.
  • Zertifikate sollen digital und/oder in Papierform zur Verfügung stehen und z.B. einen EU-weit lesbaren QR-Code enthalten.
  • Wird ausgestellt in der jeweiligen Amtssprache des EU-Staates und auf Englisch.
  • Hoher Datenschutz: Der Grüne Pass enthält nur die wichtigsten und COVID-relevanten personenbezogenen Daten (z.B. Identifizierung der Person, verwendeter Impfstoff, Chargenzahl, Datum und Ort der Impfung/Testung).
  • Keine zentralisierte Datenbank auf EU-Ebene. Daten werden aus nationalen Datenbanken gelesen und sonst nirgends gespeichert.

Der Tourismus gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. Um die Branche weiter bestmöglich zu unterstützen, hat die Bundesregierung die Verlängerung des Ausfallsbonus für Betriebe und eine Erhöhung der Notstandshilfe für Mitarbeiter beschlossen.

Wiedereinstellungszusage wird bis Ende des Betretungsverbots verlängert

Coronakrise und Lockdown haben teilweise leider dazu geführt, dass Betriebe Mitarbeiter kündigen mussten. Zahlreiche Arbeitgeber – vor allem in der Tourismus-Branche – haben ihren Arbeitnehmern aber eine „Wiedereinstellungszusage“ gegeben – also die Zusicherung, dass der Arbeitsplatz zur Verfügung steht, sobald wieder geöffnet werden kann. Liegt eine Einstellungszusage vor, erhält die betreffende Person Arbeitslosengeld ohne dass vonseiten des AMS Vermittlungsaktivitäten gesetzt werden. Arbeitsminister Martin Kocher und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hatten die Maximaldauer der Wiedereinstellzusage schon im Februar von drei auf vier Monate ausgedehnt. Aufgrund der anhaltend herausfordernden Situation wurde die Gültigkeit von Wiedereinstellzusagen beim AMS nun für die Dauer der behördlichen Schließungen, jedenfalls aber bis zum 31. Mai 2021, verlängert: 

  • Ziel des Arbeitsministers und der Tourismusministerin ist es, möglichst viele Personen, die aufgrund der Krise ihren Job verloren haben, in der Branche zu halten und wieder zu vermitteln, sobald erste Öffnungsschritte möglich sind.
  • Da es bis zur Öffnung einiger Branchen noch dauern wird, hat Arbeitsminister Martin Kocher in Zusammenarbeit mit Tourismusministerin Elisabeth Köstinger die Frist bei Einstellungszusagen für die Dauer der behördlichen Schließungen, jedenfalls aber bis 31. Mai 2021, verlängert.
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer Wiedereinstellungszusage können in diesem Zeitraum Leistungen des AMS beziehen , ohne in eine andere Branche vermittelt zu werden.
  • Zudem stehen bis zum Zeitpunkt der Wiedereinstellung zusätzlich Qualifizierungsangebote zur Verfügung. Diese reichen von Sprachkursen, über die Aneignung von Zusatzqualifikationen bis hin zu Lehrabschlüssen für Hilfskräfte.

„Sobald die ersten Öffnungsschritte möglich sind, wird die Tourismusbranche wieder qualifizierte Arbeitskräfte brauchen. Mit der Wiedereinstellzusage können Betriebe, wenn sie aufsperren, sofort auf ihr gut ausgebildetes Stammpersonal zurückgreifen“, so Arbeitsminister Kocher und Tourismusministerin Köstinger.

Elisabeth Köstinger hat 12 Amtskollegen zu einem virtuellen Gipfel über den Grünen Pass eingeladen. Gemeinsam wird ein Kriterienkatalog für eine praktikable Umsetzung auf EU-Ebene erarbeitet.

Verlängerter Ausfallsbonus, erhöhte Notstandshilfe

Um die heimischen Tourismus-Betriebe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter bestmöglich durch die Coronakrise zu bringen, hat die Bundesregierung im Ministerrat weitere Unterstützungen beschlossen:

  • Ausfallsbonus für Betriebe wird auf April verlängert
  • Notstandshilfe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird auf Arbeitslosengeld aufgestockt

Verlängerung Ausfallsbonus für Betriebe

  • Mit dem „Märzbonus hat die Bundesregierung eine Verdoppelung des Ausfallsbonus umgesetzt. Anspruchsberechtigt waren Betriebe mit mindestens 40% Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.
  • Diese Maßnahme wird nun auf den April verlängert

Erhöhung Notstandshilfe für Mitarbeiter

  •  Um Tourismus-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen und in der Branche zu halten, bis ein Öffnen wieder möglich ist, hat die Bundesregierung beschlossen, die Notstandshilfe bis Juni auf das Niveau des Arbeitslosengeldes aufzustocken.

7 Tourismus Prioritäten für Grünen Pass

Auf Einladung von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger haben am 29. März 13 EU-Tourismusländer bei einem Gipfel über die Prioritäten bei der Umsetzung des Grünen Passes beraten. Zwei Wochen später wurden nun sieben Prioritäten aus Sicht des Tourismus für den Grünen Pass erarbeitet und der EU-Kommission übermittelt:

1. Umsetzung des Digitalen Grünen Passes bis spätestens Juni 2021
Die Tourismusbranche braucht eine sichere Lösung, damit grenzübergreifendes Reisen in der kommenden Sommersaison möglich ist. Daher ist ein im Juni einsatzfähiger europäischer Digitaler Grüner Pass notwendig.

2. Eine erleichterte Reisefreiheit durch den Digitalen Grünen Pass noch während der anhaltenden Pandemie
Wer getestet, geimpft oder genesen ist und somit, gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse, kein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellt, soll mit dem Grünen Pass wieder erleichtert reisen können. Das ist ein guter Weg, um trotz Pandemie größtmögliche Mobilität bei größtmöglicher Sicherheit zu schaffen. Mit dem Grünen Pass soll dieser Nachweis benutzerfreundlich erfolgen können.

3. Sicherstellung von Gleichbehandlung und keine Diskriminierung unter den Zertifikaten
Der Digitale Grüne Pass wird zu keiner Impfpflicht durch die Hintertür führen. Er ist ein Angebot, unter größtmöglicher Sicherheit ein Maximum an Freiheit wiederzuerlangen.

4. Bereitstellung einer sicheren und nutzerfreundlichen technischen Lösung
Ziel des Digitalen Grünen Passes ist es, die 27 nationalen Systeme in der EU zu vereinheitlichen und die Lesbarkeit des aktuellen Status in allen EU Staaten sicherzustellen. Eine nutzerfreundliche digitale Lösung hilft sowohl den Reisenden als auch der Reise- und Tourismusbranche (z.B. Flughäfen, Gastronomie, Hotellerie) bei der Überprüfung der gültigen Zertifikate. Wesentlich dabei ist natürlich die höchsten Datenschutzanforderungen einzuhalten. Die EU stellt allen Mitgliedsstaaten ein „Gateway“ (z.B. einen QR oder Strichcode) zur Verfügung, durch welches die nationalen Zertifikate gelesen werden. Die Gesundheitsdaten der einzelnen Bürger werden jedoch nicht in einer zentralisierten Datenbank auf EU-Ebene gespeichert. Die Daten bleiben ausschließlich im Mitgliedsstaat und werden sonst nirgends gespeichert.

5. Nationale Entscheidungsfreiheit über zusätzliche Freiheiten durch den Grünen Pass
Der Grüne Pass soll auf EU Ebene die Reisefreiheit erleichtern. Auf nationaler Ebene kann er nicht nur das „Ticket zum Reisen“, sondern auch als „Eintrittskarte“ für einen Wirtshausbesuch, für ein Konzert oder eine Veranstaltung gelten. Es liegt aber in der Zuständigkeit jedes Staates zu entscheiden, welche Erleichterungen mit dem Grünen Pass einhergehen. Für eine bessere Planungssicherheit sollen die nationalen Erleichterungen auf einer gemeinsamen Plattform, wie z.B. Re-open EU ersichtlich sein.

6. Grenzübergreifende Lösung auch mit Drittstaaten erarbeiten
Mitgliedstaaten, Kommission und Europäisches Parlament arbeiten derzeit mit Hochdruck an der europäischen Umsetzung. Auch eine kompatible Nutzung mit Drittstaaten sollte mittelfristig erarbeitet werden. Dazu ist ein enger Austausch mit internationalen Organisationen wie z.B. der WHO und UNWTO (Welttourismusorganisation) wichtig, um rasch vorzugehen und auch Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.

7. Enge Zusammenarbeit mit der Reise- und Tourismusbranche bei der Einführung des Grünen Passes
Um eine praxistaugliche Lösung zu gewehrleisten, ist von Anfang an eine enge Zusammenarbeit mit den Branchen wichtig. Vom Flughäfen über Gastronomie bis hin zur Hotellerie muss der gemeinsame „Gateway“ (z.B. einen QR oder Strichcode) lesbar sein. Dafür benötigen die Betriebe die notwendige Infrastruktur.

Um Privatzimmervermieter im Tourismus wie auch in der Land- und Forstwirtschaft weiter zu unterstützen, hat sich Bundesministerin Elisabeth Köstinger erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Ausfallsbonus auf einen größeren Kreis der Anspruchsberechtigten ausgeweitet wird. Anträge sind ab 19. April bei der AMA möglich.

Unterstützung für Zimmervermieter

Schulterschluss Grüner Pass

Ausfallsbonus für Privatzimmervermieter wird erweitert

Seit Monaten fehlt zahlreichen Privatzimmervermietern die Geschäfts- und damit auch die Lebensgrundlage. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Ausfallsbonus für Zimmervermieter im Tourismus wie auch in der Land- und Forstwirtschaft erweitert wird.

Ab 19. April können folgende Anspruchsberechtigte einen Antrag bei der AMA stellen:

  • Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen, die im eigenen Haushalt höchstens 10 Betten vermieten
  • Gewerbliche touristische Vermieter von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben (Orts- bzw. Nächtigungsabgaben) abführen.
  • Sonstige in der touristischen Vermietung von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen tätige natürliche Personen, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben (Orts- bzw. Nächtigungsabgaben) abführen.
  • Wein-, Mostbuschenschank und Almausschank
  • Urlaub am Bauernhof-Betriebe

Eckpunkte zum Zuschuss

  • Der Ausfallsbonus beträgt 15%, für die Monate März und April wird er auf 30% verdoppelt.
  • Gewerbliche touristische Vermieter und sonstige touristische Vermieter die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben abführen erhalten einen Zusatzbonus von 10% Zuschuss (außer für die Monate des verdoppelten Ausfallsbonus März und April=, weil sie bislang von diesen Hilfen ausgenommen waren.
  • Eine Antragstellung wird für die Betrachtungszeiträume November und Dezember 2020 und Jänner 2021 bis 31. Mai 2021 möglich sein. Danach ist eine Antragstellung für den jeweiligen Betrachtungszeitraum immer bis zum 15. des drittfolgenden Monats möglich.
  • Der Betrachtungszeitraum für den Ausfallsbonus ist das Kalendermonat. Der Ausfallsbonus kann für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 beantragt werden. Für jeden Monat ist ein gesonderter Antrag zu stellen.
  • Die Gewährung eines Ausfallsbonus für die Betrachtungszeiträume November 2020 und/oder Dezember 2020 ist ausgeschlossen, wenn bereits ein Lockdown-Umsatzersatz für den entsprechenden Monat von der AMA gewährt wurde.
  • Die Förderung ist mit EUR 15.000 pro Betrachtungszeitraum gedeckelt.
  • Der Vergleichszeitraum ist das entsprechende Kalendermonat im Zeitraum März 2019 bis Februar 2020.

Voraussetzungen für den Zuschuss

  • Hauptwohnsitz bzw. Betriebsstätte des Antragstellers muss in Österreich sein.
  • Der Antragsteller erleidet einen Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.
  • Für die angeführten Umsätze wurde die vorgeschriebene Tourismusabgabe (Ortstaxe, Nächtigungsabgabe) entrichtet.
  • Bei der Antragstellung sind Anzahl der Gästebetten und gegebenenfalls Anzahl der Ferienwohnungen und durchschnittlicher Preis pro Nächtigung pro Person sowie die Gegenüberstellung der Umsätze im Betrachtungszeitraum und im Vergleichszeitraum anzugeben.
  • Gewerbliche touristische Vermieter haben eine Bestätigung eines Steuerberaters über das Vorliegen von Einkünften gemäß § 28 EStG vorzulegen.